Die ersten Rückkehrer

Jeersdörfer Störche beziehen wieder ihre Nester

Lebenslange Treue: Haben sich zwei Störche gefunden, bleiben sie zusamen. Das Jeersdorfer Paar hat nun wieder sein Nest bezogen.
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Lebenslange Treue: Haben sich zwei Störche gefunden, bleiben sie zusamen. Das Jeersdorfer Paar hat nun wieder sein Nest bezogen.

Jeersdorf – Seit gut zwei Wochen ist der Storchenhorst auf der Wümmewiese in Jeersdorf besetzt. Der erste Adebar wurde am 17. Februar im Nest gesichtet, Nummer Zwei folgte zwei Tage später. Das ist recht früh, wie Wilfried Glauch, der Weißstorch-Beauftragte des örtlichen Nabu bestätigt, „allerdings gehört das Pärchen in Jeersdorf immer zu den ersten“.

Von den 16 Storchennestern im Landkreis ist bis jetzt erst ein weiterer in Rotenburg besetzt, die restlichen Nester warten noch auf die Heimkehrer. Genau wie das Jeersdorfer Pärchen überwintern sie nicht in Afrika, sondern gehören zu den „Westfliegern“, die im Winter in Spanien Station machen. Dies ist allerdings nur eine Vermutung, denn konkrete Rückmeldungen von europäischen Vogelfreunden auf den Verbleib des beringten Vogels habe es noch nicht gegeben, so der Experte.

Keine 100-prozentige Sicherheit

Dass es sich um dasselbe Pärchen wie in den Vorjahren handelt, ist dagegen so gut wie sicher. Auch wenn Fotos wegen der Entfernung noch keine 100-prozentige Sicherheit bieten, so ist die Übereinstimmung der am Ring erkennbaren Ziffern recht hoch. Im Allgemeinen seien die Vögel standorttreu, und nicht nur das: Auch ihrem Partner halten sie in der Regel lebenslange Treue, „es sei denn, der Partner taucht nach einem der Langstreckenflüge nicht wieder auf“.

Im Unterschied zum ersten Jeersdorfer Nest hat das am Jeersdorfer Holz gelegene nach wie vor noch keine „Mieter“ gefunden.

Das könnte sich laut Glauch durch die Lage erklären: Die Nähe zu den Wasserbüffeln sei zwar optimal, weil die Störche kurz gehaltene Weideflächen in ihrem Revier bevorzugten, die die Nahrungssuche erleichterten. „Allerdings schätzen sie von jeher die Nähe der Menschen – das hält Greifvögel ab.“ Wer die Tiere von Nahem beobachten will, muss sich noch etwas gedulden: Die in Hellwege installierte Webcam, die nähere Einblicke im Internet ermöglicht, ist noch abgeschaltet – noch ist auch dieses Nest leer.  

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