Investoren planen neues Gewerbegebiet an der L130 / Strenge Auflagen wegen Wohnbebauung

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Mediengruppe Kreiszeitung

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Startsignal aus dem Sitzungssaal: Die Bebauung zwischen dem Baugebiet „Fuhrenkamp II“ und der L130 in Form eines Mischgebietes hat der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Scheeßel am Mittwochabend auf den Weg gebracht. Dazu wird zunächst ein Bebauungsplan aufgestellt, der die Bezeichnung „Hinter dem Speckfelde“ trägt.

Es sei ein „schwieriges Geschäft“, sagte Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele mit Blick auf die Neuansiedlung von Betrieben in der Gemeinde. Und auch Rolf Diercks vom Planungsbüro PGN konstatierte, dass bis auf das nun ins Auge gefasste Gewerbegebiet in Randlage zum Kernort auf absehbare Zeit keine weiteren Flächen zu Verfügung stünden. Umso erfreuter äußern sich Politik nun, dass sich für das Areal gegenüber dem Autohaus Holst – heute noch eine Ackerfläche – Investoren gefunden hätten, die den Bereich entwickeln möchten. Vorgesehen sei nach Auskunft des Planers sowohl eine Wohnbebauung als auch die Nutzung für Gewerbebetriebe – allerdings, so ist bereits festgelegt, dürfte sich aufgrund der Wohnbebauung kein störendes Gewerbe ansiedeln. Zulässig seien daher nur Dienstleistungen und Einzelhandel, aber keine Handwerksbetriebe, Vergnügungsstätten oder Tankstellen, erläuterte Diercks. Auch seien Einzelhandelsbetriebe ausgeschlossen, die in den Kernort gehörten – beispielsweise mit Büchern, Spielwaren und Bekleidung handelnde Geschäfte. Und ebenso Lebensmittel seien tabu – allerdings mit einer Ausnahme: „Ein kleiner Laden für Grundnahrungsmittel kann sich dort durchaus ansiedeln, aber maximal bis zu einer Fläche von 300 Quadratmetern“, so der Fachmann. Dieser sei dann lediglich zur Versorgung der angrenzenden Baugebiete gedacht.

Die Erschließung, ausschließlich vom Antragssteller finanziert, erfolge über einen Wendehammer. „Wir haben wegen der Lieferfahrzeuge eine größere Straße mit einer Breite von 8,50 Metern geplant “, informierte Diercks. „Da kann dann auch noch ein Fußweg angelegt werden. Aktive Schallschutzmaßnahmen, das habe ein entsprechendes Gutachten bereits ergeben, seien nicht erforderlich. Stattdessen komme passiver Schallschutz direkt an den Fenstern zum Einsatz. Da für das Areal eine offene Bauweise vorgesehen sei, könnten durchaus auch mehrere Wohnungen in einem Haus entstehen. Dass es Bedarf an Wohnraum gebe, stünde seinen Worten nach fest. Verlässliche Daten zur Menge konnte der Planer jedoch nicht nennen.

„Ich finde es toll, dass wir die Möglichkeit zur Ansiedlung von Betrieben haben“, brachte die Bürgermeisterin ihre Freude zum Ausdruck. „Ich werde das verwaltungsseitig außerordentlich begleiten.“

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