Internationaler Spielenachmittag vereint Flüchtlinge und Schüler

Völkerverständigung bei „Vier gewinnt“

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Ob Domino oder Dosenwerfen: Gespielt wurde im gesamten Pausengarten. Fotos : Heyne

Scheeßel - Ob „Le Foot“ oder Fußball, „Tavla“ oder Domino – die bunt gemischte Gruppe aller Hautfarben und Altersstufen, die sich zum „Internationalen Spielefest“ im Pausengarten der Beekeschule einfand, verstand sich – auf Englisch, Deutsch oder ohne Worte.

„Zur Not hilft der Google-Übersetzer“, verrät Zehntklässlerin Kim, die das Fest für und mit den in Scheeßel ansässigen Asylsuchenden gemeinsam mit ihren Stufenkameraden des Profils „Gesundheit und Soziales“ organisiert hatte. Als es darum ging, dass Lehrerin Gesine Willen zum Abschluss den Unterricht praktisch gestalten wollte, war den Zehntklässlern sofort klar: „Wir wollen nicht im Senioren- oder Kinderbereich etwas machen, sondern für die Flüchtlinge hier!“

Den ersten Impuls dazu habe sicherlich der Besuch des Café International in der Kirchengemeinde gegeben, so Willen. „Danach haben wir Einladungen entworfen und bei den infrage kommenden Menschen persönlich vorbeigebracht.“ Die Organisation sei dann relativ unkompliziert gewesen: „Welche Spiele gespielt werden sollen, haben die Jugendlichen eigenständig beschlossen“, berichtet die Deutschlehrerin, „klar war allerdings, dass viel Bewegung und Action dabei sein sollten.“ Ebenso seien die Kuchen, die sich später auf Platten häuften, entweder zuhause oder gemeinsam am Vormittag in der Schule gebacken worden.

Für den 13-jährigen Maurice Marks, der wie viele Fünft- bis Neuntklässler dazu stieß und die Schulbank mit einigen Kindern von Asylbewerbern teilt, war die Anwesenheit selbstverständlich: „Klar, dass ich da helfe!“

Insgesamt 25 Flüchtlingskinder hat die Beeke-Schule derzeit in ihren Reihen aufgenommen. Die wenigsten können nach den Erlebnissen in ihrer Heimat und auf der Flucht unbeschwert spielen, hat Lehrerin Willen beobachtet, „aber Spiele helfen.“

„Fußball funktioniert am besten“, weiß auch Paul Göttert vom Unterstützerkreis der Kirche, und in der Tat kickten auf dem improvisierten Fußballfeld Jugendliche, Vertreter der Elfenbeinküste und aus dem Sudan einträchtig. Andere lieferten sich Gefechte in „Vier gewinnt“ oder versuchten sich unter Anleitung von Beekeschul-Sekretärin Ilse-Marie Voß künstlerisch an Murmelbildern, während die jüngsten Gäste Schätze in der Sandkiste bargen, und auch die Jugendlichen der Beekscheepers, die parallel ihren Übungsnachmittag abhielten, wurden in das Geschehen einbezogen.

Über die Aktion hinaus sind bereits einige Patenschaften angeregt worden, bei denen die Schüler ihre Schützlinge mit zu nachmittäglichen Aktivitäten wie Fußball oder Tanzen mitnehmen. Neben Beeke-Schülern bahnen sich auch Kooperationen mit Eichenschülern an.

hey

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