15. Internationale Trachtenbegegnung in Scheeßel / Das sind die teilnehmenden Gruppen, Teil 1

Die Welt trifft sich bei Freunden

Die finnische Gruppe „Folkdansarna på Åland“ gründete sich bereits 1922.
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Die finnische Gruppe „Folkdansarna på Åland“ gründete sich bereits 1922.

Scheeßel - Es soll ein ganz großes Fest am Wochenende werden: Folkloregruppen aus sechs Ländern nehmen an der Internationalen Trachtenbegegnung teil. Neben den Gastgebern, der Original Scheeßeler Trachtengruppe, werden Formationen aus Lettland, Schottland, Finnland, Belgien und Deutschland ihre Tänze und Trachten auf dem Meyerhof zeigen – getreu dem Motto „Die Welt trifft sich bei Freunden“. In einer dreiteiligen Mini-Serie stellen wir die Gruppen vor.

Wie klingt finnisches Blech? Das werden die Scheeßeler bald erfahren, ist mit dem Nedervetil Hornorkester doch ein reines Blechbläserensemble zu Gast. Unter Leitung des Dirigenten Jan-Erik Nygren bringen die 19 Mitglieder ein breit gefächertes Repertoire sowohl aus einheimischer Volksmusik als auch internationaler Unterhaltungsmusik, Märschen, Polkas, Walzer, Tangos oder auch kirchliche Musik auf die Bühne und zu Gehör.

Dabei verstehen sich die Teilnehmer im Alter von 15 bis 75 Jahren als „reine Dorfkapelle“ im besten ursprünglichen Sinne, die aktiv zu einem kulturellen und gesellschaftlichen Geschehen in Nedervetil und der Umgebung beiträgt. Die Menschen, die an der Golfküste des Bottnischen Meerbusens leben, werden nicht umsonst das „Sonnenscheinvolk“ genannt.

Neben den finnischen Blechbläsern ist eine weitere Formation aus dem Land der Schären in Scheeßel vertreten. Die Folkdansarna på Åland, die sich mehr als 1200 Kilometer auf den Weg macht, ist eine der wohl ältesten teilnehmenden Gruppen. Die finnische Formation wurde bereits 1922 gegründet und nimmt nicht nur an großen skandinavischen Festivals teil, sondern bereist mit seinen Vorführungen der stolzen åländischen Tänze auch Europa und die USA. Getanzt werden traditionelle åländische, aber auch nordische Tänze, die von Seefahrern mit auf die Inselgruppe gebracht wurden. Die Trachten stammen aus der jeweiligen Heimat eines jeden Trägers, wobei die Farben die Herkunft verraten.

Wer Belgien hört, der denkt vermutlich an „Pommes, Pralinen, Trappistenbier“ – nicht aber Fahnenschwingen und Trachtenforschung. Genau das tun jedoch die Rooselaer aus Oostrozebeke – sofern die Ausmaße der Bühne, auf der die 60 aktiven Tänzer und Musiker zu Gast sind, das zulassen. Das Fahnenschwingen ist eine Tradition aus dem Mittelalter, es gilt als eine Offenbarung von Kraft, Mut und Stolz. Und stolz können sie auch sein, die Westflandern; zum Beispiel auf ihr eigenes internationales Folklorefestival, das seit 1966 alle zwei Jahre über politische Grenzen und Mauern hinweg ausgerichtet wird. Selbst zeigen sie Tänze der Handwerker, Gesellschaftstänze, Mädel- und Jungentänze, Hochzeitstänze, jeweils in den landschaftstypischen Trachten. So sind Fischertrachten aus Blankenberge, Bauertrachten aus der Kempen, Stadttrachten aus Gent sowie Trachten aus Antwerpen und Brabant, alle aus dem 18. und 19. Jahrhundert, zu bewundern. Kein Wunder, macht die Forschung nach Originaltrachten, Liedern und Tänzen doch einen Teil der Arbeit des „West-Vlaams Volkskunstensemble“ aus.

Getanzt wird zur Musik des zehnköpfigen Orchesters, das sowohl traditionelle Instrumente spielt wie Akkordeon, Akkordeon, Querflöte, Klarinette, Kontrabass, Geige, aber auch ein modernes Schlagzeug einsetzt.

hey/lw

www.trachtengruppe-scheessel.de

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