Internationale Spezialitäten beim Scheeßeler Weihnachtsmarkt/Großer Zuspruch der Besucher

Ein Stelldichein beim Punsch

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Regen Zulauf hatte der Stand der Flüchtlingshilfe.

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Deutsches Pulled Pork, holländischer eingelegter Matjes oder syrische Falafel – auch kulinarisch hatten die vielen hundert Besucher des diesjährigen Scheeßeler Weihnachtsmarkts die Qual der Wahl. Denn der nahm sich, dank vieler langjähriger Kontakte, am vergangenen Wochenende so international aus wie nie.

„Wo sind denn die Holländer?“, wollte ein Besucher aus Tostedt wissen. „Wir kommen jedes Jahr wegen der Poffertjes!“, erklärte er, bevor er und seine Gattin sich zum Stand der Lions weiter schoben. Dort verkauften die „Kollegen“ des niederländischen Partnerclubs für einen guten Zweck, bevor die Scheeßeler dort am vierten Advent zur „Retourkutsche“ mit Bratwurst antreten werden.

Regen Zulauf hatte auch der Stand der Flüchtlingshilfe: Die dort frisch zubereiteten Falafel hatten sich bereits beim Halloween-Shopping reger Beliebtheit erfreut. Auch dieses Mal war der Teig für mehr als 250 Portionen ziemlich schnell verbraucht.

Doch auch jenseits der kulinarischen Freuden – an die 50 Torten gingen allein im Zelt der Landfrauen über den Tresen – gab es wieder einiges zu entdecken. So etwa beim Zuhören der Leseoma im Bücherladen, entweder im Sitzsack, im „Wackelstuhl“ oder auf dem historischen Holzpferd. Zum Klönschnack am Schwedenfeuer lud eine Gärtnerei und die vielen Basteleien lockten an die Stände.

Weihnachtsmarkt in Scheeßel

Mareike Warwas war zum ersten Mal dabei, sie verkaufte Kinderwagenanhänger. Die Eltern des Waldorf-Kindergartens waren in Heimarbeit kreativ geworden, darunter neben Holzschwertern und Filzschuhen auch Kurioses wie 270 Gramm „Freude“ im Marmeladenglas.

Viele Vereine nutzten so die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Ein Neuzugang: die Pfadfinder der Gruppe „Weiße Rose“. „Dass wir schon seit März hier in Scheeßel sind statt wie bisher in Lauenbrück, hat sich wohl noch nicht herumgesprochen“, erklärte Stammesführerin Ivonne Weißgerber.

Für die meisten Besucher auch in diesem Jahr der eigentliche Grund für den Bummel durch die mit Holzstreu gesäumten Straßen: Freunde und Bekannte treffen und in gemütlicher Runde den ein oder anderen Punsch oder Glühwein verköstigen. So füllten sich nach Einbruch der Dunkelheit sowohl die Elfenschänke als auch der Platz vor der Bühne des Männerchors. Dort gab es zum „Hohen C“ ein Ständchen, von der „Verssammlung“ ebenso wie dem Oberstufenchor der Eichenschule, dem Posaunenchor und dem gastgebenden Männerchor, der auf der eigenen Bühne den musikalischen Startschuss gegeben hatte.

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