Straße Hinterm Dorf in Westeresch bekommt Seitenbegrenzungspfähle

Immer schön in der Spur bleiben

Der Schulbus hat in der Westerescher Straße Hinterm Dorf freie Fahrt. „Nur sind es inzwischen mehr als 20 Busse am Tag“, klagt Anwohner Chris Krause sein Leid. Fotos: Warnecke

Westeresch - Von Lars Warnecke. „Schulbus frei“ ist in Westeresch auf dem Schild an der Einfahrt zur Straße Hinterm Dorf zu lesen. Darüber hängt ein kreisrundes Verkehrszeichen zur Gewichtsbegrenzung. Schwerere Gefährte als Sechstonner, signalisiert es, haben hier besser nichts verloren. Umso mehr reibt sich Anwohner Chris Krause die Augen – darüber, welche Szenarien sich seit ein paar Wochen allmorgendlich vor seiner Haustür abspielen. „Bisher haben wir hier immer einen einzigen Schulbus am Tag durchfahren gehabt“, machte der Krimibuch-Autor in der jüngsten Sitzung des Westerescher Ortsrats seinem Ärger Luft.

„Seit der Veränderung des Busfahrplans sind es aber jetzt mehr als 20 Busse täglich – und zwar in beide Richtungen.“ Eine aus seiner Sicht unhaltbare Situation, immerhin sei die ohnehin recht schmale Gemeindestraße erst vor wenigen Jahren gemacht worden. „Und in diesem Frühjahr zeigten sich an den Fahrbahnrändern auch schon wieder die ersten Verschleißerscheinungen, die repariert werden mussten.“ Früher, so Krause, sei der innerörtliche Busverkehr ja auch stets auf Straßen ohne Gewichtsbegrenzung unterwegs gewesen. „Warum sich das geändert hat, werden die Experten vom Landkreis wissen.“

Ja, auch der Ortsrat sei hinsichtlich der nach den Sommerferien eingeführten Linienführung und dem damit verbundenen Mehr an Schwerlastverkehr im negativen Sinne überrascht worden, erwiderte Ortsbürgermeister Ernst Behrens (CDU). „Bei der Schülerbeförderung, so wie sie sich jetzt gestaltet, gibt es ja insgesamt noch sehr viele Probleme, die nun aber nach und nach aus dem Weg geräumt werden sollen.“ Im Moment sei es noch so, dass die Schulbuslinie von Sothel, Wittkopsbostel und Hetzwege kommend über die L 131 ins Dorf hineinfahre, um die Westerescher Kinder einzusammeln. Danach ginge es wieder zurück zur Landesstraße in Richtung Scheeßel. Auf den Hinweis einer Zuhörerin hin, die Kinder würden in unschöner Regelmäßigkeit auch gar keinen Sitzplatz mehr nach dem Einstieg in die überfüllten Busse bekommen, erklärte Behrens, dass auch da Abhilfe zu erwarten sei. „Die einzelnen Touren sollen noch so verändert werden, dass niemand mehr während der Fahrt stehen muss.“

Auch der Gemeinde Scheeßel sind solche Probleme bekannt. „Uns liegen Beschwerden aus verschiedenen Ortschaften vor“, erklärte Verwaltungsmitarbeiter Frank Thies. „Den Landkreis haben wir schon gebeten, das eine oder andere zu berücksichtigen.“

Immerhin: Mit einer Maßnahme, nämlich dem Aufstellen fester, hölzerner Begrenzungspfähle, schieben die Ortsratspolitiker einem ungehinderten Befahren der Seitenränder in der Straße „Hinterm Dorf“ dem Verkehr – ob Schwerlast oder nicht – einen Riegel vor. „Wir haben jetzt als Provisorium dort erst einmal zwölf Barken hingestellt“, sagte Ernst Behrens. „Es könnten nachher dann aber ruhig noch ein oder zwei Pfähle mehr sein.“

Dem konnte Ortsratsmitglied Susanne Klee angesichts der Beobachtungen, die sie vor Ort gemacht habe, nur beipflichten: „Einige weichen beim Begegnungsverkehr auf die gepflasterten Einfahrten aus, um dort zu warten – viele brackern aber auch über die Seitenräume einfach weiter.“ Gerade bei Regen, wenn der Schotterstreifen aufgeweicht sei, könne der überhaupt nicht mehr befahren werden.

Ob man für die Haltebuchten nicht auch feste Hinweistafeln installieren könne, kam die Frage aus dem Publikum auf. Prinzipiell sei das wohl möglich, erwiderte Ernst Behrens, nur müsse ein solches Vorgehen noch mit dem Landkreis besprochen werden.

Dass selbst die gegenwärtig noch aufgestellten rot-weißen Barken einen Effekt erzielen würden, konstatierte Ratsmitglied Hermann Röhrs: „Der Seitenstreifen ist nicht so kaputt gefahren wie sonst – die Dinger haben absolut ihren Sinn.“

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