„Dieses Mal ist auffällig viel zurückgeblieben“

Westervesede: Noch jede Menge Müll vom Hurricane-Festival 2016 

Was vom Hurricane übrig blieb: Auf dem Anhänger des Ortsbürgermeisters lagert Festival-Müll noch aus dem Vorjahr. - Foto: Jürges

Westervesede - Von Cathleen Jürges. Einmal im Jahr herrscht während des Hurricane-Festivals Halligalli auf den Feldern zwischen Westervesede und Scheeßel. Den Ruhm trägt hauptsächlich Scheeßel davon, das Nachsehen hat das 750-Seelen-Dorf. Denn was bleibt, sind nicht nur schöne Erinnerungen, sondern auch jede Menge Müll, von dem sich selbst nach einem halben Jahr noch Reste in den örtlichen Gräben, zwischen den Ästen und im Unterholz finden.

„Dieses Mal ist auffällig viel zurückgeblieben“, sagt Ralf Jürges. „Mich haben mehrere Bürger hier aus dem Ort darauf angesprochen, dass vor allem an den Straßenseiten zum Scheeßeler Wald hin noch ganz viel Müll herum liegt.“ Eigenverantwortlich machte sich Westervesedes Ortsbürgermeister auf die Socken – und kam mit einem prall gefüllten Anhänger voller Unrat wieder zurück. Schuhe, Bierdosen, Plastikmüll, Metallreste von den Überbleibseln eines Zeltes – ihm zufolge bringe es die Abfallmenge auf etwa 100 Kilogramm.

Müllreste, für deren Entsorgung eigentlich FKP Scorpio, der Veranstalter, beziehungsweise das durch ihn beauftragte Entsorgungsunternehmen „RNO“ verantwortlich ist. An den Tagen nach dem Festival werden Aufräumer losgeschickt, um die Felder und Wege wieder ordentlich zu machen. „Die Witterungsbedingungen haben sich deutlich auf das Gesamtabfallgewicht ausgewirkt“, erzählt Scorpio-Sprecherin Julia Baer auf Nachfrage, wie viel Müll denn im vergangenen Jahr zusammengetragen worden sei. 

„So rechnen wir damit, dass aufgrund des Wetters mehr Abfall von Besuchern zurückgelassen wurde, als in den beiden Jahren zuvor.“ Um möglichst genaue Informationen darüber zu gewinnen, welchen Anteil an der Gesamtabfalltonnage der Faktor Wetter getragen hat, wolle man die kommende Saison genau beobachten.

Der erst jetzt zusammengetragene Müllberg wandert nun erstmal nach Scheeßel zur Entsorgungsstelle. Dabei motiviert der Veranstalter die Festivalgänger bereits zum umweltbewussten Umgang mit Müll unter der Rubrik „Grüner Wohnen“.

Dennoch: Das Hurricane-Festival machte seinem Namen 2016 wieder einmal alle Ehre – das stürmische Wetter sorgte dafür, dass Müllreste in die Wälder und Gräben flogen. „Wohl oder übel müssen also die verantwortlichen Entsorgungsunternehmen dieses Jahr etwas genauer hinsehen“, meint Ralf Jürges.

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