Fünfte Auflage überzeugt mit namhaften Bands und Details

Heimatfestival: Lieblingsact im sternenklaren Konfettiregen

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Eine größere Bühne und bekanntere Bands – kein Wunder, dass das Heimatfestival schon im Vorfeld fast ausverkauft war.

Scheeßel - Fröhlich, friedlich, fulminant: Ein besseres „kleines Jubiläum“ hätten sich die Organisatoren und Besucher des ausverkauften Heimatfestivals, das am Samstag von nachmittags bis nach Mitternacht über die Bühne im Industriegebiet ging, kaum wünschen können.

Dabei hatten die vielen ehrenamtlichen Helfer, die das eintägige Musikevent, das die Scheeßeler Festivalsaison einläutet, zur fünften Auflage richtig Gas gegeben: Wieder war das Festivalgelände liebevoll mit selbst gemalten Schildern, Paletten- und Reifenmöbeln und sogar einem mannsgroßen, ebenfalls selbst gebauten „Vier gewinnt“-Spiel bestückt – Details, die von den Besuchern goutiert werden wie das kulinarische Angebot zwischen Foodtruck, Craftbieren und eigenen Korn-Cocktails.

In diesem Jahr war es jedoch auch das Programm, das mit namhaften Acts wie Jaya the Cat oder Le Fly auch Gäste weit über den norddeutschen Raum hinaus anzog. Zunächst jedoch bestritten einige Lokalhelden den Nachmittag, darunter Flickering Lights, die als The Daily Story in der Erstauflage dabei gewesen waren oder auch The Palm Set. 

Sänger Adrian Peters hatte sich nach seinem Rap in der Erstauflage leichtfertigerweise zu einer Reprise verpflichtet: „Ich war ganz schön aufgeregt“, verriet er nach dem Auftritt erleichtert, aber glücklich; „eine tolle Atmosphäre hier. Die haben gut daran getan, das Festival auf 1.000 Besucher zu begrenzen, so behält es seinen ganz besonderen Charme.“ Der zieht nicht nur Besucher und Bands, sondern auch Helfer immer wieder in den Beekeort. Bereits zum dritten Mal dabei ist Karo Wehle aus Berlin, die einige der Organisatoren bei einem Festivalbesuch kennengelernt hatte und seitdem bei der Ausgabe der Bändchen hilft: „Die Leute einmal im Jahr wieder zu sehen, fühlt sich an wie ein Familientreffen.“

Zufrieden zeigten sich auch die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, die mit sechs Mann vor Ort waren und ein erfreulich friedliches Event verzeichneten: „Man merkt, dass die Leute wegen der Musik hier sind“, so Tom Hellmann. Einsatzleiter Karl-Heinz Seiler ergänzt: „Die Besucher sind disziplinierter als auf anderen vergleichbaren Veranstaltungen.“

Das sollte auch so bleiben, obwohl Bands wie Keele, Leto und Brett den Fans einiges an Stand- und Tanzvermögen abverlangten. Spätestens die Alex Mofa Gang und die Band Jaya the Cat verliehen dem Festival eine neue Dimension. Die Alex Mofa Gang demonstrierte die Nähe zum Publikum durch Stagediving und führten den ersten Moshpit vor der Bühne herbei.

Die schrägen Bartträger von Jaya the Cat waren der erste internationale Act. Sie zelebrierten eine Mischung aus Reggae, Ska, Hip-Hop und Individualismus. Die wurde mit dem letzten Act Le Fly mit Hip-Hop, satten Bläsersätzen und einer fulminanten Show noch getoppt. Der Auftritt, um den Booker Florian Hastedt und seine Mitstreiter sich fünf Jahre lang immer wieder bemüht hatten, ging bei sternenklarem Himmel und Konfettiregen in Erfüllung. - hey

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