Happy-End

Nach Silvesterknallerei in Westervesede: Hündin entläuft, ist aber wieder beim Frauchen

Jutta Froese und ihre Nala. Frauchen und Hündin haben sich endlich wieder.
+
Jutta Froese und ihre Nala. Frauchen und Hündin haben sich endlich wieder.

Westervesede – Nala schläft. Sie ist erschöpft, und das ist auch kein Wunder. Ganze vier Tage war die Mischlingshündin ruhe- und rastlos durch die Gegend geirrt. Offensichtlich wusste sie nicht, wie sie wieder nach Hause kommen soll. Entlaufen war das etwa vierjährige Tier in Westervesede, gesehen wurde es allerdings an vielen verschiedenen Orten – in Lauenbrück, in Fintel, in Insel und an verschiedenen Stellen in Schneverdingen. Dort gelang es zum Schluss auch, Nala mit Futter anzulocken und festzuhalten.

Halterin Jutta Froese kommen noch im Nachhinein die Tränen, wenn sie an den Moment denkt, an dem sie ihre Nala wieder in den Arm schließen konnte. „Ich bin wirklich überglücklich“, sagt die Westervesederin. Nicht nur die Hündin hat ein ziemliches Abenteuer erlebt, auch ihre Besitzerin war tagelang und sogar nachts auf den Beinen.

Angefangen hatte alles in der Silvesternacht: Nala sei weggelaufen, weil sie sich vor einem sehr lauten Knaller erschrocken habe, schildert Froese. „Es war schon nach ein Uhr nachts, ich wollte nur nochmal mit ihr raus, damit sie sich erleichtern kann.“ Da Mitternacht schon vorbei war, habe sie nicht mehr mit Knallkörpern gerechnet, „ohnehin hatte ich meine Nala an der Leine.“ Doch als dann der Knall losging, habe sich das Tier so sehr erschreckt, dass es sich aus dem Halsband heraus losgerissen habe. Froese: „Sie ist gebürtig aus Rumänien, ich habe sie über eine Tierhilfeorganisation – seit knapp einem Jahr lebt sie bei uns.“ Ihre Vierbeinerin sei zwar verschüchtert, weggelaufen sei sie aber noch nie, sagt die Besitzerin weiter.

Ich bin jeden Tag los, um Nala zu suchen.

Jutta Froese

Nachdem das Unglück passiert war, nahm Jutta Froese Kontakt zu der bundesweit organisierten Tiersuchstaffel K9 auf. Gleichzeitig erfolgte ein Suchaufruf auf Facebook, der in verschiedenen Gruppen geteilt wurde. Immer wieder wurde die Hündin in der Region gesichtet, doch niemand konnte das scheue und verängstigte Tier fangen. „Man sollte das in einem solchen Fall auch gar nicht versuchen, im schlimmsten Fall läuft der Hund immer weiter weg“, weiß die Westervesederin mittlerweile. Die Helfer der Staffel gaben ihr telefonisch Ratschläge, wie sie sich verhalten soll. „Ich bin jeden Tag los, um Nala zu suchen“, so Froese. Auf den Straßen habe sie die Menschen angesprochen, etliche Anrufe und Nachrichten seien bei ihr angekommen. Die Hilfsbereitschaft war groß. Auch zu ihr nach Hause kamen die K9-Helfer – und zwar mit ausgebildeten Suchhunden. Diese haben dann in ihrem Wohnzimmer die Spur von Nala aufgegriffen und draußen angezeigt, welchen Weg die Hündin genommen hatte. Dennoch konnte die Fellnase nicht direkt gefunden werden, kein Wunder, war sie doch gut 20 Kilometer weit weggelaufen.

Am Ende kam die Idee auf, mit anderen Hunden, die Nala bekannt waren, loszuziehen. Gerade als die entsprechenden Besitzer mitsamt den Vierbeinern loswollten, kam wieder mal ein Anruf – Nala war einmal mehr gesichtet worden. Wieder ging es schnell los und diesmal gelang es endlich, die Hündin anzulocken. „Sie war wohl völlig erschöpft und hungrig“, so Froese. Dieses Jahr, soviel hat sie sich vorgenommen, wird sie an Silvester lange vor Mitternacht mit der Hündin rausgehen und dann den Rest der Nacht drin bleiben.

Was tun, wenn ein Hund entlaufen ist? 

Wenn ein Hund entlaufen ist, sollte man nicht in lauten Suchtrupps aktiv werden, das verängstigt Hunde. Polizei, Tasso e.V., Tierheime, Tierrettungsdienste, Förster und Jäger sollten aber informiert werden. Ebenso macht es Sinn, am Entlaufort Futterstellen aufzustellen. Auch Suchplakate und Aufrufe im Internet helfen, wichtig ist eine gut zu erreichende Telefonnummer. Auch eine gute Beschreibung des Tieres, Datum und Ort des Verschwindens, eine Chipnummer und Details zum Halsband helfen bei der Identifikation

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Ein paar Prozent Ungeimpfte bleiben

Ein paar Prozent Ungeimpfte bleiben

Ein paar Prozent Ungeimpfte bleiben
Visselhöveder Familie bangt um das Leben ihres Hundes

Visselhöveder Familie bangt um das Leben ihres Hundes

Visselhöveder Familie bangt um das Leben ihres Hundes
Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes in Sottrum

Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes in Sottrum

Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes in Sottrum
Weg frei für Kalandshof-Quartier

Weg frei für Kalandshof-Quartier

Weg frei für Kalandshof-Quartier

Kommentare