Präventionspuppenbühne vermittelt das richtige Verhalten auf dem Schulweg

„Halt, damit es nicht knallt“

Stehen, sehen, gehen – diesen Merkspruch üben Inga Heikens und Elisabeth Hartje von der Präventionspuppenbühne mit den Kindern auch praktisch ein. Fotos: Heyne

Scheeßel – Die gelben Fußstapfen, die einige Tage lang den Weg in den alten Theatersaal der Eichenschule am Helvesieker Weg markierten, waren Programm: Rund 200 Vor- und Grundschüler aus 14 Kindergärten im gesamten Landkreise erfuhren von Dienstag bis Donnerstag in der Aufführung der Präventionspuppenbühen der Polizeidirektion Lüneburg, was es auf sich hat mit dem „Rätsel der gelben Füße“.

So nämlich heißt das Theaterstück, mit dem die angehenden Schulkinder für einen sicheren Schulweg sensibilisiert werden sollen. Dass Verkehrserziehung nicht trocken sein muss, zeigten Inga Heikens, Elisabeth Hartje und Kai Lührs den Kleingruppen aus Scheeßel und Lauenbrück, aber auch Vissel, Mulmshorn und Sottrum.

Schon bei der „Polizeipolonaise“ machen die Kinder begeistert mit. Hier wird mit Merksprüchen wie „Stehen, Sehen, Gehen“ und griffigen Slogans wie „Am Bordstein da ist Halt, damit es da nicht knallt“ und vielen Wiederholungen das A und O beim Überqueren von Straßen eingeübt und so der Grundstein für den eigenständigen Schulweg gelegt. Für die Kinder aus Hetzwege, die gerade mit ihrer Erzieherin Elke Koch das Treiben auf der professionell beleuchteten Bühne und davor verfolgen, ergänzt die einstündige Aufführung, die jedes Jahr in einem anderen Ort des Landkreises abgehalten wird, die Verkehrserziehung im Kindergarten: „Auf unseren Spaziergängen ist das immer wieder Thema – mehrfach hält besser“, weiß Koch. Nur wenige kommen später zu Fuß zur Schule, „wir haben viele Fahrschüler, aber einige nehmen auch das Rad“, so die Erzieherin.

Derweil gehen Wuschelhund „Herr Meyer“ und Maus Frieda der Frage auf den Grund, was es mit den gelben Fußtapsen auf den Wegen auf sich hat. Altersgerecht, mit vielen Gelegenheiten zum Mitfiebern, Rufen und eigener Bewegung, vermitteln die in Fortbildungen qualifizierten Puppenspieler, die ihre Stücke selbst entwickeln, die Grundlagen. Das Geschehen auf der Bühne vermischt sich mit dem Vorlesen der Polizisten. Und: Sie werden auch selbst zu Akteuren – etwa, wenn es gilt, das Zebra mit den gelben Gummistiefeln zu suchen, das die „Schulwegtapsen“ auf die Gehwege zaubert.

Rund die Hälfte der angeschriebenen Kindergärten und Grundschulen des Landkreises hat sich in diesem Jahr angemeldet, wie Verkehrssicherheitsberater Christoph Steinke berichtet. Er ist der Eichenschule dankbar – nicht immer sei es einfach, an den alternierenden Standorten einen geeigneten Raum für drei Tage zu finden: „Die haben uns den Saal ganz unkompliziert zur Verfügung gestellt, obwohl sie gar nicht zu unserer Klientel gehören“, so der Organisator. Die Präventionspuppenbühne ist mit mehreren Programmen zu unterschiedlichen schülerrelevanten Themen unterwegs, beispielsweise „Netzdschungel Grundschule“, das Viertklässlern das richtige Verhalten im Netz vermitteln soll.

Inzwischen haben auf der Bühne die beiden plüschigen Detektive das Rätsel gelöst und der Schulweg scheint gesichert – zumindest für den Moment.  hey

Fotos auf

www.kreiszeitung.de

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