GVS startet Ende Oktober Aktionswoche / Weihnachtsmarkt fällt definitiv aus

Halloween kann kommen

Eine lange Halloween-Einkaufsnacht mit Eventcharakter lässt sich nach Ansicht des Scheeßeler Gewerbevereins wegen Corona nicht durchführen. Stattdessen soll es nun eine Aktionswoche geben. Entzerrung lautet das Stichwort.
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Eine lange Halloween-Einkaufsnacht mit Eventcharakter lässt sich nach Ansicht des Scheeßeler Gewerbevereins wegen Corona nicht durchführen. Stattdessen soll es nun eine Aktionswoche geben. Entzerrung lautet das Stichwort.

Scheeßel – Der Gewerbe- und Verkehrsverein Scheeßel, kurz GVS, zieht endgültig die Reißleine: Der von ihm organisierte Weihnachtsmarkt, der eigentlich am ersten Adventswochenende wieder hätte stattfinden sollen, ist für dieses Jahr wegen Corona gestrichen. Darauf verständigten sich die Mitglieder jetzt beim monatlichen Stammtisch. Und auch auf das beliebte Halloweenshoppen, die lange, mit Aktionen und Rabatten gespickte Einkaufsnacht, für die der 30. Oktober anvisiert gewesen wäre, müssen die Scheeßeler dieses Mal verzichten. „Ich weiß nicht, ob die Leute überhaupt Lust darauf hätten“, erklärte GVS-Vorsitzender Karsten Lüdemann. Immerhin lebe eine solch abendliche Veranstaltung auch immer vom geselligen Miteinander. „Ich finde das angesichts einer begrenzten Kundenzahl, die sich zeitgleich in den Geschäften aufhalten darf, auch schwierig“, pflichtete Maris-Flaggen-Inhaberin Kirstin Knispel, die zweite Vorsitzende, bei. „Wenn man eine solche Aktion bewirbt, wollen die Kunden auch rein und nicht erst auf Einlass warten müssen – erst recht, wenn das Wetter nicht mitspielen sollte.“ Alternativ das Geschäft an dem Abend nach draußen zu verlagern, also vor die Ladentür, das könne sie sich jedenfalls nicht vorstellen, machte Optikerin Kerstin Cassellius deutlich. „Ich kann doch keine Brillenberatung an der Straße machen.“ Ihr Vorschlag: Warum nicht eine ganze Woche unter das Motto Halloween stellen, mit gesonderten Rabatt-Aktionen und schauriger Deko, aber zu den normalen Öffnungszeiten? „So etwas ließe sich doch viel besser in einen normalen Alltag integrieren und es würden auch nicht alle auf einmal kommen“, nannte Cassellius einige Vorteile beim Namen. So bliebe Scheeßel jedenfalls im Gespräch, konnten Knispel wie auch die übrigen Stammtisch-Teilnehmer der Idee durchaus etwas abgewinnen. Vorgesehen ist nun die Woche vom 26. bis 30. Oktober, von Montag bis Freitag.

Diskutiert wurde während der mit zehn Gewerbetreibenden nur spärlich besetzten Zusammenkunft im Scheeßeler Hof auch die Frage, wie man den Beeke-Ort denn endlich mal in der Vorweihnachtszeit optisch aufwerten könne. Vor den Geschäften sonst immer nach dem Weihnachtsmarkt positionierte und vom GVS zur Verfügung gestellte Bäume, die aber den ganzen Advent über ungeschmückt bleiben, soll es dieses Mal jedenfalls nicht mehr geben. Zum Vorbild wollen sich die Scheeßeler dabei Sittensen nehmen. „Die bekommen dort gegen eine kleine Umlage gleich fix und fertig hergerichtete Bäume von zwei Gärtnereien geliefert, für die die Gemeinde auch einen Zuschuss gibt“, erklärte Kerstin Cassellius. Ob die Gemeinde Scheeßel sich finanziell an der Dekoration beteiligt, wolle man zeitnah in Erfahrung bringen, kündigte Karsten Lüdemann an. Parallel könnte man auch schon bei den örtlichen Gärtnereien Wahlers und Jörs, aber auch beim Scheeßeler Blumengeschäft Tulipa Angebote einholen. „Wer die Bäume dann liefert, soll sie auch bitteschön schmücken“, so der Vorsitzende.

„Fragen kostet ja nichts“, befand Michael Meyer von der Volksbank. Er könne dem Ausfall des Weihnachtsmarktes so tatsächlich noch etwas Gutes abgewinnen. „Alles andere ging sonst immer ein bisschen unter“, meinte der GVS-Schatzmeister. „Vielleicht schafft man es ja im nächsten Jahr, beides hinzukriegen: schön geschmückte Bäume und wieder einen vernünftigen Markt.“

Der ließe sich in diesem Jahr nun einmal nur unter Auflagen durchführen, stellte Lüdemann in Aussicht. „Die Elfen meinten schon, dass sie das Konzept wegen ihres Glühweinausschanks gar nicht umsetzen werden können.“ Auch von Seiten der Lions, dem wichtigsten Partner im Boot, habe es bereits Signale gegeben, die zweitägige Veranstaltung doch besser abzusagen. „Für den GVS wäre es auf jeden Fall auch eine Minusnummer“, verdeutlichte Kerstin Cassellius.

Ganz ohne Höhepunkt soll das Vereinsjahr aber nicht ausklingen: Den neuen Scheeßeltaler, der als Gutschein in vielen örtlichen Geschäften einzulösen sein wird (ein bronzener Taler entspricht zehn Euro), will der GVS zur Einführung werbewirksam mit speziellen Aktionen im Ort in Szene setzen. Geplant sind dafür zwei Freitage im Dezember, an denen das Schmuckstück im großen Stil an eine Wand projiziert werden soll. Und auch den roten Teppich wollen die Geschäftsleute ausrollen. „So eine weihnachtliche Farbe passt dann ja auch ganz gut“, bemerkte Knispel.

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