Kalte Angelegenheit

Oldtimer-Orientierungsfahrt: Im Hagel auf dem Eichenring

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Der Eichenring in Scheeßel war eine von fünf Station der Rallye „200 Kilometer um Dibbersen“.

Scheeßel – Ausgerechnet, als die 57 Oldtimer auf ihrer vierten von fünf Etappenstopps am Eichenring vorgefahren waren, verhagelte es zumindest den Cabriofahrern gehörig die Laune. „Letztes Jahr wollten die Fahrer gar nicht wieder weg, einige haben sogar ihre letzte Zwischenprüfung abgesagt“, erinnerte sich Dietmar Hornig vom MSC Eichenring an den Vorjahresstopp.

Der hatte den Teilnehmern und Organisatoren der Orientierungsfahrt für Oldtimer mit dem Baujahr 1980 oder älter so viel Spaß gemacht, dass sie nach einer Fahrt mit dem Moorexpress im Tister Bauernmoor auch in der nunmehr 14. Auflage von „200 Kilometer um Dibbersen“ einen Halt im Beekeort eingeplant hatten.

Und der hatte es in sich, galt es doch, eine nicht einsehbare Strecke mit einer Kurve möglichst in 11,2 Sekunden zu absolvieren. „Das ist schneller, als man denkt“, gab Mitorganisator Max Frommann den Startern mit auf den Weg, selbst hatte er die Strecke im Sprint in 18 Sekunden zurückgelegt. Vater Heiner, selbst mit einem weißen Ford 17M von 1970 unterwegs, passierte mit seinem Vorausfahrzeug zuerst die Lichtschranke – eine von insgesamt vier Zeitfahrprüfungen. 

Die Teilnehmer der Oldtimer-Rallye trotzen Hagel und Regen, während sie den Etappenstopp am Eichenring passieren. Die Zuschauer blieben im Gegensatz zum Vorjahr allerdings fern.

An anderen Stopps galt es, Fragen zu beantworten. Besonders tückisch: die Aufgabe, genau eine Reifenumdrehung weiterzufahren. Wie sie ihre Aufgaben gemeistert hatten, sollten die Teilnehmer unter anderem aus Winsen, Hamburg und Lüneburg, darunter viele Wiederholungstäter, erst am Ende der Orientierungsfahrt mit Bordbuch mit Wegbeschreibung erfahren.

Zuschauer hatten sich bei dem Wetter im Gegensatz zum Vorjahr kaum eingefunden, um die Schätzchen auf vier Rädern zu bewundern. Georg Behrens gehörte zu den wenigen, die Kälte, Regen und Hagel trotzten: „Wenn hier etwas vor der Haustür los ist, dann kann man auch vorbeigucken“, befand der Scheeßeler, der auch selbst mit seinem Sohn im Rallye-Golf an Ausfahrten teilnimmt. Die Fahrt zum Eichenring hatte sich gelohnt, waren hier doch allerlei Zeitzeugen auf vier Rädern zu sehen, vom Alfa Romeo Spyder über einen Porsche 912 bis zum Pontiac Le Mans. Doch nicht nur die „Klischeefahrzeuge“ waren zu finden, sondern auch, „und darüber sind wir besonders froh“, so Veranstalter Heiner Frommann, „Brot- und Butterfahrzeuge“ wie Opel Rekord, Kadett oder Käfer.

Der nächste Stopp sollte für die Fahrer das Kloster Ebsdorf mit einer Kurzführung zur mittelalterlichen Weltkarte sein; nach dem Rückweg durch die Heide zur finalen Stärkung am Buffet dürften die historischen Vehikel rund 230 Kilometer mehr auf den Zähler bringen.  

hey

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