Im Zeichen des Blaudrucks

Neujahrsempfang in Scheeßel: Gute Gespräche, gute Vernetzung

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Mehr als 100 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und den Vereinen ließen sich beim Neujahrsvortrag des Heimatvereins in punkto Blaudruck auf den neuesten Stand der Planungen bringen.

Scheeßel - Wenn die Gemeinde Scheeßel wie am Dienstag zum Neujahrsempfang lädt, wird beim Gastvortrag in guter Tradition das Augenmerk auf einen Aspekt des Gemeindelebens gelegt.

Waren es im vergangenen Jahr mit der Feuerwehr eher stille Stars, die mit einer eindrucksvollen Einlage für Aufmerksamkeit sorgten, verhielt es sich dieses Mal fast umgekehrt: Wenig spektakulär nahm sich die Präsentation von Museumsleiter Nils Meyer über Blaudruck aus - dafür haben die Aktiven des Heimatvereins dank der Ernennung der alten Kunst zum immateriellen Weltkulturerbe jüngst einige Bekanntheit erlangt.

In seiner Einführung ging Vorsitzender Uwe Wahlers denn auch auf die Kritik in der Wochenzeitschrift „Der Spiegel“ ein, dass der nur noch von wenigen gepflegte Handdruck mit Modeln und Indigo es im Gegensatz zu quantitativ größeren Traditionen wie die Fasnacht als eines von weltweit 450 und vier deutschen kulturellen Errungenschaften auf die Liste geschafft hat: „Daran hatte Scheeßel einen großen Anteil“. „In neun Minuten war alles vorbei“, beschrieb Wahlers die Unesco-Entscheidung auf Mauritius. Die Stattgabe des Antrags sei vor allem der umtriebigen Annerose Rathjen zu verdanken, die zu zahlreichen internationalen Workshops, Sitzungen und Treffen gefahren war, um die Bewerbung rund zu bekommen.

Nils Meyer hob die Bedeutung vor allem für den Tourismus hervor, wo Regionalität derzeit der „Megatrend“ sei: „Es wurde im Landkreis immer nach einem Leuchtturmprojekt gesucht - hier ist es!“ In seinem Rück- und Ausblick hob er an die Einweihung des Info- und Empfangsgebäudes und die geplanten Projekte hervor. So soll neben einer Blaudruckausstellung im Weberhaus eine museumspädagogische Werkstatt im Schafstall entstehen, in der Kinder unter Anleitung mit Textdruck experimentieren können.

Zuvor hatte neben einer klangvollen Begrüßung durch die Schulmusikanten auch Rathauschefin Käthe Dittmer-Scheele einen Blick auf das im Vorjahr Erreichte geworfen. Ihre positive Bilanz: Ein ausgeglichener Haushalt, die Aufnahme in den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) ab Dezember 2019 und 88 Neubürger: „Scheeßel ist ein attraktiver Ort.“ Weiter ginge es mit der Fertigstellung des Feuerwehrhauses Wohlsdorf/Bartelsdorf und der Planung für die Westerholzer Kameraden und der weiteren Erschließung von Baugebieten auch auf den Dörfern. Dies sei überaus wichtig, denn: „Junge Leute, die hier bleiben möchten, sollen das auch können.“

Traditioneller Neujahrsempfang im Scheeßeler Hof

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Als weitere anstehende Baustellen, die temporär „unangenehm“ werden könnten, nannte sie den Ausbau des Fuhrenkampwegs und nicht zuletzt die Sanierung und Aufstockung des Rathauses. „Spätestens 2020 soll sich kein Scheeßeler mehr für die Optik entschuldigen müssen.“

Am wichtigsten seien jedoch die Menschen. Sie dankte all denjenigen, „die dazu beitragen, dass man hier gerne lebt.“ Der eigentliche Zweck des Neujahrsempfangs, nämlich die Vernetzung, wurde wie immer von den geladenen Gästen - darunter Ratsmitglieder, Vertreter der Vereine, Gewerbetreibende und das Partnerbataillon– wie immer gut angenommen, sodass der inoffizielle Teil mit vielen Gesprächen am runden Tisch noch spät in den Abend hinein ausklang.  

hey

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