Grundschüler legen grandiose Leistungen bei Zirkus-Musical vor / Auch Musikgruppen begeistern

Wenn der Stempel knallt im Blätterwald

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Die Schüler verwandelten die Bühne in eine Zirkusmanege.

Scheeßel - Theaterstück, Zirkus oder doch lieber ein Musical? Dieser Entscheidung brauchte sich die Theater-AG der vierten Klassen unter Leitung von Susanne Bendukat nicht zu stellen: Das Stück „Zirkus verboten“, das am Donnerstag und Montag über die Bühne der voll besetzten Grundschul-Aula ging, vereinigte alle drei Disziplinen.

Das zirzensische Thema passte gut, hatten die Grundschüler im vorigen Sommer doch im Rahmen einer Projektwoche echte Zirkusluft schnuppern dürfen. Und so geriet die opulente Darstellung des Zirkus „Buntelli“ denn auch zum Augenschmaus mit Zirkusprinzessin, Seifenblasen, dem starken Otto und vielen Kindern, die ihre Talente vom Zaubertrick bis zum Radschlagen präsentieren durften. Vor allem die drei Clowns, allen voran Mia Lehmitz, machten mit ihrer Präsenz durch alle Szenen hinweg in jeder Hinsicht einfach Spaß.

So weit, so bunt-chaotisch – wären da nicht die Verwaltungsbeamten, die dem „unkontrollierbaren Spaß“ ein Ende setzen wollen. Und auch diese nicht ganz so dankbaren Rollen werden – dem genialen Auge für Besetzungen von Theater-Profi Bendukat sei‘s gedankt – hinreißend gespielt: Wenn die Jungakteure im Büro-Outfit eingangs durch die Reihen schreiten und ganz unerschrocken das Publikum anspielen, Haarlängen oder ungeputzte Schuhe monieren, dann wiehert nicht nur der Amtsschimmel, sondern auch das Publikum.

Musical der Grundschule Scheeßel

Das in Gestik und Mimik äußerst präsente Spiel aller Akteure, inklusive des großen Chors, überzeugt; die Leidenschaft der Kinder schwappt förmlich über. Dazu gehören auch mutige solistische Gesangsleistungen wie von Annabell Schmidt – und die russisch angehauchte Beamtenpolka, bei der „der Stempel knallt im deutschen Blätterwald“ soll sich in dem rund einstündigen Stück zum Ohrwurm entwickeln.

Das drohende Verbot der Zirkusaufführung wird ganz basisdemokratisch durch eine Bürgerbefragung abgewandt: In diesem Rap darf auch das Publikum spontan verborgene Talente zeigen – und das machen alle gut, vom Familienvater bis zur zweijährigen Schwester einer Akteurin.

Am Ende siegt natürlich die bunte Vielfalt gegen die Bürokratie – die eigentlichen Gewinner sind die Kinder, die diese grandiose Leistung unter fachkundiger Leitung auf die Beine gestellt haben und die Zuschauer, die in diesen Genuss kommen.

Umrahmt wurden die beiden Aufführungen von stimmigen Darbietungen der zahlreichen Musikgruppen, darunter die Geigen- und Trommel-AG und das Orchester.

hey

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