BUND will doch nicht gegen geplante Erweiterung in Wohlsdorf klagen

Grünes Licht für Geflügelmaststall

In Wohlsdorf darf jetzt ein geplanter Geflügelmaststall gebaut werden. - Foto: imago

Rotenburg/Wohlsdorf - Von Matthias Röhrs. Der geplante Geflügelmaststall in der Gemarkung Wohlsdorf darf gebaut werden. Wie die Landkreisverwaltung Rotenburg mitteilt, ist die Genehmigung jetzt rechtskräftig. Die Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte bereits im November gegen die Erweiterung am Ahlsdorfer Weg protestiert und das Vorhaben für „nicht genehmigungsfähig“ erachtet.

Nun hat sich der Landesverband allerdings gegen eine Klage entschieden. Die Erweiterung der Anlage auf die zweifache Größe kann dadurch fortschreiten. Die Mängelliste des BUND umfasst zum Beispiel einen fehlenden qualifizierten Flächennachweis, außerdem seien ein Sachkundenachweis für den Betriebsleiter im Antrag ebenso wenig aufgeführt, wie Angaben zur Zwischenlagerung von Silage, Festmist und Gülle, hieß es im November. Nachdem die Umweltschützer noch im Februar Widerspruch gegen die Genehmigung des Landkreises eingelegt hatten, haben sie diese nach Angaben aus dem Kreishaus nun akzeptiert. Der zweite Geschäftsführer des niedersächsischen BUND-Landesverbandes, Tilman Uhlenhaut, bestätigt auf Nachfrage: „Wir werden keine Klage einreichen.“ Von „Akzeptanz“ kann allerdings keine Rede sein. „Der Stall ist inhaltlich weiterhin fragwürdig, aber für uns gibt es keinen juristischen Hebel“, so Uhlenhaut. Für die Umweltschützer sei keine vernünftige Beweisführung möglich, eine Klage mache daher keinen Sinn.

Im Kreishaus sieht man sich als Sieger. Die erteilte Genehmigung zur Erweiterung der bestehenden Hähnchenmastanlage ist jetzt unanfechtbar geworden, schreibt Jochen Twiefel vom Hauptamt des Landkreises in einer Pressemitteilung. Landrat Hermann Luttmann (CDU) sieht darin zudem die Rechtsauffassung seines Bauamtes bestätigt. „Wie zu erwarten“, so der Landrat, habe die juristische Bewertung des BUND ergeben, „dass wir keine Fehler gemacht haben“. In dem Schreinem wendet er sich mit klaren Worten an den Kreisvorsitzenden des BUND, Manfred Radtke. „Es wäre schön, wenn er sich zukünftig mit vorschnellen unberechtigten Vorwürfen gegenüber der Landkreisverwaltung in der Öffentlichkeit zurückhalten würde“, so Luttmann abschließend.

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