Von Großevents bis kleine Perlen: Scheeßels Kulturkalender ist für dieses Jahr bereits gut gefüllt

Kosaken treffen auf Gospelsänger

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Musik für die Massen: Das Hurricane-Festival startet dieses Jahr vom 24. bis 26. Juni auf dem Eichenring durch.

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Das Jahr ist noch jung – Zeit, nach vorn zu blicken. Ein Blick in die Zukunft zeigt: Kulturell ist Scheeßel 2016 längst kein unbeschriebenes Kalenderblatt mehr. So darf sich das hiesige Publikum auf eine Reihe ganz unterschiedlicher Klein- und Großveranstaltungen freuen.

Los geht es mit den New York Gospel Stars. Alle zwei bis drei Jahre stattet die amerikanische Formation in den farbenfrohen Roben dem Beeke-Ort einen Besuch ab, um mit viel Leidenschaft und Schwung sein Repertoire an zumeist bekannten Gospels vorzutragen. Beginn der Veranstaltung am Montag, 1. Februar, in der St.-Lucas-Kirche ist um 20 Uhr; die Karten sind für 26,90 Euro zu haben.

An gleicher Stelle geht es am Samstag, 21. Mai, um 19 Uhr mit den Maxim Donkosaken weiter. Das Konzert wird vom Freundeskreis für Kirchenmusik organisiert. Etwas dezibelstärker und tanzbarer geht es nur wenige hundert Meter weiter zur Sache: Im Industriegebiet startet schon ab nachmittags das dritte Heimatfestival. Die Organisatoren fahren gleich eine gute Handvoll aufstrebender Bands aus der gesamten Region auf, darunter namhafte Formationen wie „Fuck Art, Let‘s Dance“, „The Hansons“ und „Montreal“. Auch dabei: „Pure Tonic“ und die Scheeßeler Lokalhelden „Turbulenzen“, bei denen es ein Wiedersehen mit einem Großteil der ehemaligen „Pimp‘d Noiz“-Mitstreiter gibt. Karten sind online oder beim Beeke-Tank erhältlich.

Eine Woche später, nämlich am Samstag, 29. Mai, lädt der Waldorf-Kindergarten zum großen Kulturfest, bei dem das Augenmerk auf Darbietungen kleiner Künstler liegt. Ähnliches gilt auch für das Museumsfest am 1. Mai, bei dem der Heimatverein auf dem Meyerhof und Heimathausgelände die alten Traditionen wie das Mähen mit der Sense oder Butterkuchenbacken und Tänze aufleben lässt.

Ein Termin, der den Beeke-Ort bei Festivalfans im gesamten Bundesgebiet rot in den Kalender bringt, ist das Hurricane-Festival auf dem Eichenring. Vom 24. bis 26. Juni geben sich in der 20. Auflage große Namen wie Rammstein, Deichkind und Mumford & Sons das Mikro in die Hand. Dabei ist damit zu rechnen, dass Veranstalter FKP Scorpio sich zum runden Geburtstag nicht lumpen lässt und noch ein paar große Namen in die Waagschale wirft. Die Frühbuchertickets sind schon vergriffen – und Scheeßel darf sich auf ein weiteres musikalisches Mega-Spektakel freuen.

Nach einem Jahr Pause lockt die Maisfeldfete nach Westeresch.

Ob man den Scheeßel-Tag zu den kulturellen Veranstaltungen zählt möchte, hängt ganz von der neuen Ausrichtung der beliebten Veranstaltung nach einem Jahr Abstinenz ab. In den vergangenen Jahren hatten Auftritte von Bands und Kleinkünstlern sowie örtlichen Vereinen oder die „offene Bühne“ eines lokalen Online-Portals immer wieder für überraschende kulturelle Perlen gesorgt. Ein Zeugnis lebendiger lokaler Kultur ist auch die Internationale Trachtenbegegnung am Wochenende vom 30. auf den 31. Juli, zu dem die Original Scheeßeler Trachtengruppe einlädt. Zahlreiche Formationen aus dem In- und Ausland zeigen das ganze Wochenende lang auf dem Meyerhof ihre traditionellen Tänze zur Live-Musik. Etwas turbulenter dürfte es am Samstag, 20. August, mitten im Maisfeld zugehen: Dann ruft die Landjugend Westeresch nach einem Jahr Abstinenz zur Maisfeldfete. Mehrere tausend Besucher machen dann vor zwei Bühnen im ungewöhnlichen Ambiente die Nacht zum Tag.

Peter Orloff tritt in der St.-Lucas-Kirche auf.

Kurz danach kommen wieder die älteren Semester auf ihre Kosten, und zwar bei einem weiteren „Kosaken-Gipfel“ in der St.-Lucas-Kirche. Wieder auf Einladung Freundeskreis für Kirchenmusik ist nach eineinhalb Jahren am Donnerstag, 8. September wieder einmal Peter Orloff mit seinen Schwarzmeerkosaken zu Gast. Damit erschöpft sich das kulturelle Angebot 2016 jedoch mitnichten. Auch die Kulturinitiative Kis hat noch einige Schmankerl in petto, desgleichen der Gewerbeverein, dessen erste „Illuminierte Nacht“ den Ortskern voraussichtlich am 23. September in ein ganz anderes Licht taucht.

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