Großbaustelle in Ostervesede stellt zugleich Belastung für die umliegenden Straßen dar

Das Dilemma mit der Durchfahrt

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Ausweichstrecke Kathekerstraße: Das dortige hohe Verkehrsaufkommen hat in der Fahrbahn Spuren hinterlassen.

Ostervesede/Scheeßel - Ostervesede hat ein Problem, und das heißt Ortsdurchfahrt: Seit einem Jahr wird an der Alten Dorfstraße (K211) auf Geheiß des Landkreises gebuddelt, gebaggert und asphaltiert – die Fahrbahn und das ganze Drumherum erfahren eine Komplettsanierung. Eigentlich eine gute Sache – würden sich in diesem Zusammenhang andernorts nicht neue Baustellen auftun, dem Ausweichverkehr sei dank.

Zu einem viel befahrenen Schleichweg im Ort hat sich mittlerweile die Kathekerstraße entwickelt. Die sei nun in einem derart schlechten Zustand, dass sie dringend instand gesetzt werden müsse. Dies befand zumindest ein Osterveseder Bürger, der sich während der Bauausschusssitzung am Mittwochabend im Scheeßeler Rathaus zu Wort meldete.

Dass Handlungsbedarf seitens der Gemeinde besteht, daran ließ Joachim Köhnken keinen Zweifel. Das „wie“ und „wann“, darauf blieb der Bauamtsleiter allerdings eine Antwort schuldig. „Die Ortsdurchfahrt wird voraussichtlich mit etwas Verspätung erst im November fertiggestellt sein – die Kathekerstraße gleich im Anschluss anzugehen, wäre nicht die ideale Jahreszeit“, so Köhnken.

Immerhin: Bevor die Fahrbahn im kommenden Jahr grundlegend in Angriff genommen werden solle, könnten Schäden, die für die Verkehrsteilnehmer ein Risiko darstellen, seinen Worten nach punktuell auch zeitnah behoben werden. „Die Leute müssen sich natürlich auch auf die Verkehrsverhältnisse einstellen und entsprechend langsam fahren.“

Die Ortsdurchfahrt und ihre Umleitungen – seit Baubeginn ein leidiges Thema. „Das Problem ist, dass Ostervesede keine ähnlich ausgebaute Alternativstrecke vorhält, die die Funktion der Durchfahrt hätte übernehmen können“, schildert Köhnken das Dilemma.

Und das, bemerkte der Osterveseder, würden die Anlieger nun unmittelbar zu spüren bekommen. „Von morgens bis abends reiht sich da ein Auto ans nächste“, will er beobachtet haben. „Für Fußgänger, denen an der Straße kein Gehweg zur Verfügung steht, ist das eine Zumutung.“

Dass man sich im Vorfeld offenbar nur wenig Gedanken um die Gestaltung und Absicherung der Umleitungen gemacht hat, sei laut dem Ausschussvorsitzenden Ernst Behrens (CDU) unbestritten. „Solche Ausmaße sind schon erheblich, da kommt einiges an Reparaturarbeiten auf die Gemeinde zu“, prophezeit der Westerescher.

Für den Osterveseder Bürger, der das Thema auf den Tisch gebracht hatte, lieber schon heute als morgen. Seine Forderung: „Die Arbeiten an unserer Durchfahrt müssen zügig vorangetrieben werden!“

lw

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