Keine Bedenken

Größer und funktionaler: Ortsrat Westerholz befasst sich mit neuem Feuerwehrhaus

Das alte Gerätehaus in der Ortschaft kann nicht erweitert werden.
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Das alte Gerätehaus in der Ortschaft kann nicht erweitert werden.

Westerholz – Die Ortsfeuerwehr Westerholz braucht ein neues Gerätehaus. Das soll auf einem Grundstück an der Straße Am Sportplatz entstehen. „Vor sechs Jahren hätten wir noch nicht damit gerechnet, dass wir darüber reden müssen“, meinte Ralf Münkel, der Ortsbrandmeister, in der jüngsten Sitzung des Westerholzer Ortrates. Damals sei man nämlich noch davon ausgegangen, dass das heutige Gebäude ebenso gut erweitert werden könne.

Ein Antrag seiner Wehr, der auf eben dies abgezielt habe, sei schon 2012 gestellt worden. 150.000 Euro, rechnete Münkel, selbst Mitglied im Ortsrat, vor, hätte eine solche Maßnahme der Gemeinde Scheeßel gekostet – und damit weitaus weniger als ein Neubau, wie er 2015 von der Feuerwehrunfall-Kasse (FUK) gefordert worden war und jetzt, nachdem inzwischen jede Menge Wasser die Beeke hinabgeflossen ist, tatsächlich zur Umsetzung gelangen soll.

Fakt ist: Das Bestandsgebäude gibt nach heutigen baulichen Vorgaben nicht mehr viel her. Mindestens 880.000 Euro netto muss die Gemeinde in die Hand nehmen, um ein Haus nach topaktuellem Stand für den Bedarf der Feuerwehr zu errichten. Vor dem Hintergrund, dass die Kostenschätzung auf Baupreisen von Anfang 2021 basieren würde, die Preise aber durchaus noch steigen könnten, sei laut Münkel das Ende der Fahnenstange diesbezüglich aber wohl noch nicht erreicht.

Wer sich einen Eindruck von dem Neubau machen möchte, muss nur einen Blick auf das bereits fertiggestellte Gerätehaus für die Ortswehren Wohlsdorf und Bartelsdorf werfen, dient das mit seinem Pultdach und der Fassadengestaltung doch quasi als architektonische Blaupause für alle in der Gemeinde noch zu errichtenden Funktionsgebäude – darunter zum Beispiel auch das in Ostervesede, welches zwar parallel mit Westerholz geplant wird, allerdings in der zeitlichen Abfolge erst später gebaut werden soll. Dennoch: „Es wird uns sicher freuen, wenn wir Weihnachten 2022 zumindest ein Richtfest gefeiert haben könnten“, erklärte der Ortsbrandmeister mit Blick auf das weitere Bauleitplanverfahren, bei dem eine Genehmigung durch den Landkreis eben auch mindestens fünf Monate Zeit in Anspruch nähme. „Daher sollte es auch Ansporn für alle sein, sich dort reinzuhängen.“

Verschiedene Ansichten: So soll das neue Feuerwehrhaus in Westerholz aussehen. Über die Fassadengestaltung ist aber noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Mit der grundlegenden Planung erklärte sich der Ortsrat jedenfalls einverstanden. Einstimmig empfahlen die Mitglieder, man möge diese weiterverfolgen, sodass die Gemeinde auch den entsprechenden Bauantrag stellen kann. Wie Sven Frohböse vom gemeindlichen Gebäudemanagement vorab erläuterte, verfüge das Gerätehaus später über eine Verblendfassade im unteren sowie eine gräuliche Eternit-Fassade im oberen Gebäudeteil, um auf diese Weise eine gewisse Wuchtigkeit zu vermeiden. Auf einen Putzbau sei aus ästhetischen wie auch aus pflegerischen Gründen bewusst bei der Planung verzichtet worden. Ein solcher sei zwar 25.000 Euro günstiger – „bei einer Bausumme von 880.000 Euro haben wir als Verwaltung diesen Aufpreis aber als durchaus vertretbar angesehen.“ Was die Farbgestaltung beim Verblender anbelange, sei die derweil noch nicht in Stein gemeißelt.

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Ein zeitgemäßes Haus, das gut ins Ortsbild passe – so befand der Westerholzer Ortsbürgermeister Wolfgang Kirschstein (SPD) mit Blick auf die in der Sitzung vorgestellten Entwürfe. „Es soll vernünftig aussehen und funktionieren – das sind die zwei Voraussetzungen, die wir brauchen.“ Und Ralf Münkel erklärte: „Am Ende des Tages wird es einem in der Seele wehtun, dass das Haus, wie es vorgeschrieben wird, wahrscheinlich gar nicht so stark genutzt wird – wir sind ja keine Berufsfeuerwehr.“ Stattdessen, mutmaßte der Feuerwehr-Chef, werde man sich wohl in erster Linie um die Pflege kümmern.

Dass das Gebäude mit seinem relativ großen Schulungsraum von der Einwohnerschaft später keinesfalls für andere Zwecke genutzt werden dürfe, darauf schwor Stefan Behrens, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin, die Anwesenden schon jetzt ein: „Ein Feuerwehrhaus ist kein verkapptes Dorfgemeinschafthaus und auch kein Jugendtreff, es wird natürlich ausschließlich von den Kameraden genutzt.“

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