21-jähriger Scheeßeler Bester bei den Deutschen Meisterschaften der Bauberufe

Goldmedaille für Maurer Jens Behrens

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Die Goldmedaille ging in diesem Jahr in den Rotenburger Südkreis nach Scheeßel an Jens Behrens.

Scheessel - Von Heinz Goldstein. Der 21-jährige Maurer Jens Behrens aus Scheeßel hat eine Goldmedaille bei den 66. Deutschen Meisterschaften in den Bauberufen in Sigmaringen (Baden Württemberg) gewonnen.

Dabei hat er sich beim Wettbewerb der Maurer gegen starke Konkurrenz der Landessieger aus sieben weiteren Bundesländern durchgesetzt. Knapp hinter ihm errang Moritz Uder (22) aus St. Ingbert aus dem Saarland die Silbermedaille.

„Es ist ein tolles Gefühl, sich gegen die Besten der Branche durchgesetzt zu haben“, sagte der Sieger nach dem Wettkampf nicht ohne Stolz. „Die Aufgabe war anspruchsvoll, aber machbar. Ich musste trotz meiner Aufregung beim Wettbewerb voll konzentriert zu Werke gehen und im vorgeschriebenen Zeitlimit bleiben.“ 

Behrens hat im elterlichen Unternehmen BECO Hoch- und Ingenieurbau seine Maurer-Ausbildung gemacht. Mit dem Sieg ist er in die Fußstapfen seines älteren Bruders Dennis gestiegen, der 2014 als Bundessieger bei den Betonbauern die Goldmedaille an die Beeke holte.

65 Teilnehmer aus verschiedenen Gewerken kämpften um Medaillen

Insgesamt 65 Teilnehmer haben bei den sieben Entscheidungen aus den Gewerken Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Straßenbauer, Stuckateure, Wärme-, Kälte- und Schutzisolierer sowie Zimmerer um die Medaillen gekämpft. Diese Deutschen Meisterschaften werden vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes veranstaltet. Nur die Landessieger werden hierzu eingeladen – und bis zum Landessiegertitel ist auch bei Jens Behrens viel Schweiß geflossen.

Der Goldmedaillengewinner blickt noch einmal auf den Weg zum Erfolg zurück. „Die Entscheidung, den Beruf des Maurers zu erlernen, habe ich nach meinem Abitur an der Eichenschule ganz allein für mich getroffen“, betonte er. Behrens sei von keiner Seite der Familie in den Beruf gedrängt worden. Der Abiturient wollte vor dem Beginn eines Studiums zunächst eine handwerkliche Ausbildung machen. Da habe sich eine Maurerausbildung im Betrieb seines Vaters angeboten. „Ich wollte vor einem eventuellen Studium einen gesicherten Beruf in der Tasche haben, denn Maurer werden immer gesucht.“

Lob von Meistern und Altgesellen

Der Abiturient konnte mit seinem erreichten Schulabschluss eine verkürzte duale Ausbildung (Betrieb/Berufsschule) zum Maurer-Gesellen durchlaufen und hat die Berufsschulen in Oldenburg (Theorie) beziehungsweise Rostrup (Praxisteil) besucht. „Aller Anfang ist schwer – und das habe ich auch gemerkt, als ich das erste Mal die Kelle in der Hand gehalten habe“, schilderte er den Beginn seiner erfolgreichen Karriere. Die Gesellen auf den Baustellen hätten ihm reichlich Tipps gegeben und viele Techniken gezeigt. „Nach einer gewissen Zeit ging mir die Arbeit nach dem Motto ,Übung macht den Meister’ leichter von der Hand“, so Behrens. Seine korrekte Arbeitsweise erhielt Lob von den Altgesellen und den Meistern.

Nach zwei Jahren hielt er dann den Gesellenbrief als Rotenburgs Innungs- und als bester Prüfling der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade in der Hand. Damit hatte er sich für den Landesentscheid Mitte Oktober in Hannover-Garbsen qualifiziert. Auch bei diesem Wettkampf hat er die Juroren von seinem Können überzeugt. Hier siegte Behrens knapp vor dem Kandidaten aus Rostock. „Das war gleichzeitig meine Qualifikation für den Bundesentscheid in Sigmaringen.“ 

Mauern vor 4.000 Zuschauern

Es sei bereits auf der Fahrt dorthin ein tolles Gefühl für ihn gewesen. „Wer hat schon Gelegenheit, sich mit den bundesweit besten Maurern zu messen“, so Behrens. Die Teilnehmer hatten zwei Tage Zeit, ihr Werkstück aus zwei Modulen zu vollenden – und das vor rund 4.000 Zuschauern, die an den abgezäunten Bereichen flanierten. Die Juroren bewerteten die Werkstücke unter anderem nach Lot, Waage, Messgenauigkeit, Fugen, Sauberkeit und Arbeitstechnik.

Voller Aufregung und mit der Ungewissheit, wie seine Arbeit gewertet wurde, hatte er dann am Abend in der Stadthalle an der öffentlichen Siegerehrung teilgenommen. „Mein Puls schnellte schlagartig in die Höhe, als das Bewertungskommitee mich als Bundessieger bei den Maurer ausgerufen hatte“, erinnerte er an den Gewinn der Goldmedaille.

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