Beschluss des Rats Scheeßel

HVV-Ausweitung: Gemeinde finanziert Mischmodell für Fahrkarten

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Fahrschein lösen, dann einsteigen – das wird für Bahnreisende aus Scheeßel im HVV-Tarifgebiet günstiger.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Die Gemeinde wollte das komplette HVV-Tarifangebot für ihren Bahnhof, und sie bekommt es. Dafür nimmt die finanzstarke Kommune viel Geld in die Hand: Rund 97.000 Euro ist der Betrag hoch, den Scheeßel für das Mischmodell aus Zeit- und Einzelfahrkarten jährlich in den großen Finanzierungstopf beisteuern muss.

Am Donnerstag hat der Rat per Beschluss nun ganz offiziell bekundet, dass die Gemeinde die beabsichtigte Ausweitung begrüßt und auch unterstützen möchte. Nachfolgend die während der Sitzung geäußerten Erklärungen aus den Fraktionen.

Das sagt Angelika Dorsch von der SPD/UGS-Gruppe: „Es war ein langer, steiniger Weg bis hierhin. Mit Freude können wir jetzt endlich daran glauben, dass es gelingt, dem HVV beizutreten. Dass wir für unseren Bahnhof dann sowohl Zeit- als auch Einzelkarten im HVV-Tarif haben. Am VBN-Tarif, der dann Richtung Bremen gilt, wird auch schon gewerkelt. Ein kleiner Wermutstropfen ist die Tatsache, dass es nicht gelungen ist, den Landkreis davon zu überzeugen, dass der Anteil, der an der Kommune hängen bleibt, nicht vom Land getragen wird – weder von Hamburg noch von Hannover. Dass das nicht zu 100 Prozent aus Kreismitteln gestaltet und noch zwischen den Kommunen aufgeteilt wird. Wir freuen uns, dass wir es mit vereinter Kraft bis zu diesem Punkt geschafft haben. Die letzten Meter werden wir auch noch meistern.“

Lange: Trotz steinigem Weg am Ball bleiben

Das sagt Dirk Lange, Fraktionsvorsitzender der CDU: „Es hat sich bewahrheitet, dass man trotz steinigem Weg am Ball bleiben muss. Wir danken der Bürgermeisterin, die hartnäckig auf den Landkreis und die Landesnahverkehrgesellschaft zugegangen ist und für den Anschluss Werbung gemacht hat. Ja, diese Verbesserung kostet uns Geld, aber ich glaube, es ist sehr gut angelegtes Geld. Mit diesem Beitritt zum HVV, der Ende kommenden Jahres auch hoffentlich vollzogen werden kann, kommen wir einen guten Schritt weiter und bekräftigen noch mal unsere gute Wohnsituation. Ich hoffe, dass es in der Zukunft gelingen wird, den Landkreis oder auch das Land zu überzeugen, die Gelder, die wir jetzt selber zahlen, von dort bezahlen zu lassen, sodass wir dann für kommunale Zwecke wieder erheblich mehr Geld zur Verfügung haben. Alles in allem ist es aber eine tolle Sache.“

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