Gewerbeverein lässt sich Gemeinschafts-App nach Hamburger Vorbild vorstellen

„Scheeßel ist nicht Eppendorf“

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Klares Design und einfache Navigation – damit werben die „Macher“ für ihre Quartiers-App, die sie kürzlich dem Gewerbeverein vorstellten.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Sie könnte Scheeßel revolutionieren. Zumindest, was die virtuelle Außendarstellung des Beeke-Ortes betrifft: Mit einer speziellen Smartphone-App hätte die örtliche Geschäftswelt, aber auch das Vereinswesen die Möglichkeit, sich erstmals auf einer gemeinsamen Plattform zu präsentieren. Noch ist das Zukunftsmusik, denn ob und in welchem Umfang die „Scheeßel-App“ zum Einsatz kommt, darauf wollte sich der Gewerbe- und Verkehrsverein (GVS) bei seinem jüngsten Stammtisch in den Räumen des Immobilien-Kontors in Jeersdorf noch nicht festlegen.

Eppendorf, eines der schickeren Hamburger Viertel, macht es vor: Seit Sommer vergangenen Jahres kursiert im Internet eine Gemeinschafts-App, in der sich die ortsansässigen Händler, Geschäfte, Unternehmen und Praxen präsentieren – mehr als 250 an der Zahl. Doch nicht nur mit dieser Möglichkeit, auf modernem Weg die Aufmerksamkeit konsumfreudiger Smartphone- und Tabletbesitzer auf sich zu ziehen, wollten Jörg Salamon und Thomas Schmitz, die beiden Erfinder der Eppendorfer-Baum-App und zugleich Geschäftsführer der Hamburger Entwicklerfirma „Tablet Kings“, den Scheeßeler Gewerbetreibenden den mobilen Kanal schmackhaft machen. So würde die Anwendung ebenso einen redaktionellen Überblick über das vielfältige Treiben in der Gemeinde bieten können und „so zum inhaltlichen Sprachrohr von Vereinen und dem Gewerbeverein“ geraten, wie Schmitz es formulierte. Darüber hinaus könnten Anwohner und Besucher Anregungen, Tipps und Kommentare in die App posten. „Das ganze besticht dann durch klares Design und einfache Navigation“, ergänzte sein Kompagnon.

Finanziert werde die App, die bisher nur auf den Betriebssystemen Android oder iOS funktioniert, zu der es aber auch eine adäquate Website gibt, über Aktionen und Premium-Einträge, die die Unternehmen buchen könnten. „Wer nicht bezahlt, bekommt einen Standardeintrag“, erklärte Jörg Salamon. Ferner werde eine einmalige Lizenzgebühr fällig, die je nach Größe der kommerziellen Einträge im Preis variiere.

Dass Scheeßel in seiner Angebotsvielfalt eben nicht Eppendorf sei, bemerkte GVS-Vorsitzender Hauke Hollmann. Daraufhin erwiderte Thomas Schmitz, dass man die App durchaus auch mit weit weniger Einträgen bestücken könne, als es das Eppendorfer Beispiel vormache. Für Hans Brauns vom Scheeßeler Heimatverein würde die Anwendung allein schon wegen der hohen Anzahl an Vereinen in der Einheitsgemeinde, er sprach von 90 Stück, ein sinnvolles Instrument sein. „Allerdings stelle ich mir die Frage, woher der User von der Existenz der App überhaupt erfahren soll?“ Hier, so Schmitz, würden neben der lokalen Presse auch die Scheeßeler Geschäfte selbst ins Spiel kommen, die auf das neue Angebot direkt vor Ort hinweisen könnten.

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