Gewerbeverein diskutiert über Oktoberfest-Veranstaltung für den eingestellten Herbstmarkt

Fesche Dirndl bald auch an der Beeke?

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Ob Unterstedt oder – wie hier – Waffensen: Das Oktoberfest erweist sich in beiden Ortschaften als Publikumsmagnet. Fraglich ist, ob Scheeßel nun nachziehen wird.

Scheeßel - Ausgelassene Stimmung und bayerische Spezialitäten, fesche Dirndl und stramme Wadln – wenn es nach Frank Delventhal ginge, würde das auch dem Beeke-Ort gut zu Gesicht stehen. Eigentlich wollte der Scheeßeler Veranstaltungsplaner seine Vision von einem Oktoberfest, das er quasi als Ersatz für den mittlerweile eingestellten Herbstmarkt sieht, beim jüngsten Stammtisch des Gewerbe- und Verkehrsvereins im Scheeßeler Hof selbst vorstellen. Da dieser jedoch kurzfristig erkrankt war, skizzierte an seiner Stelle Vorstandsmitglied Angelika Dorsch im groben die Idee.

Demnach könnte an einem Wochenende im Herbst in einem auf dem Markplatz aufgestellten Festzelt eine samstagabendliche blau-weiße Musikveranstaltung über die Bühne gehen, gefolgt von einem zünftigen Weißwurscht-Frühstück am Sonntagvormittag. Wichtig in diesem Zusammenhang sei, dass alle an der Organisation und Durchführung Beteiligten dem Gewerbeverein angehörig sind, erläuterte Dorsch.

„Gut und schön“, befand Vereinsmitglied Bernd Braumüller, „nur wie sieht es mit dem nächtlichen Lärmschutz für die Anwohner aus?“ In der Tat gibt es eine Reglementierung, wonach spätestens um 23 Uhr die Musik im Außenbereich nicht mehr spielen darf. Seiner Ansicht nach müsse man überlegen, „ob man überhaupt krampfhaft etwas machen will, nur weil durch den Wegfall des Herbstmarktes jetzt eine Lücke entstanden ist“.

Von einer „Sättigung mit herbstlichen Veranstaltungen“ sprach indes Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele. „Schon mit Blick auf den Scheeßel-Tag haben wir deshalb beschlossen, die Veranstaltung künftig nur noch alle zwei Jahre stattfinden zu lassen“, gab sie zu bedenken. Dass man womöglich nun etwas Neues auf die Beine stellen werde, sehe sie persönlich kritisch.

„Ich finde es schwierig, wenn man von vornherein sagt, dass das oder jenes schief gehen kann“, warf Angelika Dorsch ein – vor allem, da der Ideengeber aus den eigenen Vereinsreihen stamme.

Delventhal soll nun bei einer der nächsten Sitzungen konkrete Äußerungen dazu machen, was er sich unter einem Scheeßeler Oktoberfest vorstellt.

lw

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