Ein Geschenk für die Eltern

Beitragsfreier Kindergarten endet in Scheeßel auch nach acht Stunden nicht

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Die Gemeinde geht von einer höheren Nachfrage nach Kindergartenplätzen aus – wie gut, dass gerade im Fuhrenkamp eine weitere Kita gebaut wird.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Der im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU ausgehandelte beitragsfreie Kindergarten – ab August wird er in Niedersachsen Realität. Gute Nachricht für Eltern aus der Einheitsgemeinde: Selbst wenn sie ihren drei bis sechs Jahre alten Nachwuchs länger als acht Stunden in einer der gemeindlichen Kitas betreuen lassen möchten, müssen sie dafür nichts zahlen.

Das hat der Scheeßeler Gemeinderat jetzt einstimmig beschlossen. Wie schnell doch am Ende alles in Hannover ging. So schnell, dass das Thema noch nicht einmal mehr im Fachausschuss diskutiert werden konnte. So bleibt den Scheeßeler Politikern nichts anderes übrig, als erst nach den Sommerferien die Satzung über den Betrieb und die Benutzung der Kitas hinsichtlich der Beitragsfreiheit zu ändern. 

Der einvernehmlich von allen im Rat vertretenden Fraktionen und Gruppen verabschiedete Grundsatzbeschluss aber, er steht für die Gemeinde. „Für die Kommunen und das Land heißt es natürlich, dass die Kosten getragen werden müssen“, ergriff CDU-Ratsfrau Marsha Weseloh das Wort. Dafür hätten nun die Eltern finanziellen wie zeitlichen Freiraum. „Das freut uns als Fraktion natürlich sehr.“ 

Ähnlich äußerte sich Gabriela Villwock von der SPD/UGS-Gruppe: „Auch wir können dem so zustimmen, zumal es sich auf die Eltern positiv auswirkt.“ Dass Gemeinde über das Acht-Stunden-Betreuungsmodell hinaus darauf verzichtet, weiterhin Gebühren zu erheben, sei laut Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) eine freiwillige Leistung. „Dem Gesetz nach hätten wir es tun können.“

„Wir erwarten eine höhere Nachfrage“

Ob die Beitragsfreiheit denn schon bei den Anmeldezahlen spürbar sei, wollte Frithjof Hellwege (SPD) von der Verwaltungschefin wissen. „Wir erwarten eine höhere Nachfrage, insbesondere nach Angeboten, die über den Vormittag hinausgehen“, gab diese Auskunft. 

Man müsse nun abwarten, was passiert. Immerhin hätten für das kommende Kita-Jahr sämtliche Antragssteller einen Platz bekommen – auch in den Krippen, nahm die Bürgermeisterin Bezug auf eine Frage von Ratsfrau Peggy Miesner (Gruppe 57).

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