Generalversammlung der Heidesand / Erwartung für das Jahr 2016 gedrosselt

Vier Prozent Dividende

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Klaus-Dieter Masselink (v.l.), Heiner Meyer, Wilhelm Lülfs und Joost Meyerholz legen eine positive Bilanz vor.

Scheeßel - Von Heinz Goldstein. Der Vorstand der Heidesand Raiffeisen-Warengenossenschaft mit Sitz in Scheeßel hat das Geschäftsjahr 2014/2015 mit einer positiven Bilanz abgeschlossen. „Die Auszahlung von vier Prozent Dividende pro Anteil an die 980 Mitglieder ist der Beleg für eine ordentliche Entwicklung bei uns“, erklärte Geschäftsführer Klaus-Dieter Masselink vor Beginn der Generalversammlung am Mittwoch im Unterstedter Waldhof.

Der Aufsichtsratvorsitzende Joost Meyerholz sowie Heiner Meyer und Wilhelm Lülfs vom Vorstand legten eine Bilanzsumme in Höhe von rund 45 Millionen Euro vor und präsentierten ein Rohergebnis aus Umsatzerlösen und betrieblichen Erträgen von 13,7 Millionen Euro. Nach der Gewinn- und Verlustrechnung steht unterm Strich ein Jahresüberschuss in Höhe von 540298 Euro.

In Anbetracht der angespannten Situation in der Landwirtschaft bezeichnete Geschäftsführer Masselink das Ergebnis als „recht ordentlich“. In seinerAnalyse ging er auf die Entwicklung der Genossenschaft im vergangenen Wirtschaftsjahr ein und wagte einen Blick auf das kommende Jahr.

Die Umsatzmengen seien um sechs Prozent gestiegen. „Preisbedingt sind die wertmäßigen Umsatzerlöse entsprechend niedriger ausgefallen als im Vorjahr“, so Masselink. Im Landhandel war das Düngemittelgeschäft aufgrund der Sorge der Bauern um die neue Düngeverordnung schwächer. Die Landwirte haben offenbar vorsorglich den Einsatz von Düngemittel reduziert. Im Gärreste-, Fourage- und Silomaishandel ist der Umsatz dagegen um mehr als das Doppelte gestiegen. Allerdings haben die Pflanzenschutzmittel-Umsätze witterungsbedingt nicht das Vorjahresniveau erreicht.

Die vier Raiffeisenmärkte lagen mit ihrem Geschäft 2,3 Prozent unter dem Jahresvolumen des Vorjahres. Die Tankstellen und Shops konnten den Gesamtumsatz um 4,1 Prozent steigern. Auf dem Kartoffel- und Zwiebelmarkt war das Preisniveau ziemlich gering. Trotz der sinkenden Nachfrage sei es der Genossenschaft gelungen, neue Vertragspartner für diesen Bereich zu finden. Dadurch wurde das Wirtschaftsjahr erfolgreich beendet.

Die Heidesand plant, für seine Schüttgut-Sparte neuen Lager- und Umschlagraum an den Standorten Neuenkirchen, Waffensen und Westerwalsede zu schaffen. Auch in Verden wird weiterhin Flagge gezeigt.

In seiner Prognose für die weitere Entwicklung der Genossenschaft stellte Geschäftsführer Masselink fest, dass die Preise für Rohstoffe weiterhin nachgeben. „Wir gehen davon aus, dass die Preisschwankungen auf den weltweiten Märkten tendenziell zunehmen werden“, sagte er. Die Schweinepreise werden sich weiterhin auf einem tiefen Stand bewegen. Auch die Milchwirtschaft werde sich erst mittelfristig erholen. Für 2015/2016 rechnet er mit einem schmaleren operativen Ergebnis als in diesem Jahr.

Für die scheidenden Hans-Hermann Arndt, Hans-Günter Hoops und Wilhelm Lülfs wählte die Versammlung Matthias Fricke und Christian Lülfs (vorher Aufsichtsrat) in den Vorstand. Die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden bestätigt, neu hinzu kam Marco Vagt.

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