Zusammen zum Wir-Gefühl

Gemeinschaftserlebnis im Eiltempo an der Grundschule

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Ausgestattet mit einer Startnummer und viel Ehrgeiz sind die gut 500 Schulkinder auf die Strecke gegangen.

Scheeßel - Donnerstagmorgen auf dem Schulhof der Grundschule Scheeßel. Ein lauter Pfiff ertönt. Er sorgt dafür, dass die Organisatoren des Sponsorenlaufs umgehend die Aufmerksamkeit von Läufern und Schaulustigen erhalten. Prompt kommt die Frage: „War das Frau Nerding-Ehlbeck?“ Nein, die Schulleiterin steckt allerdings zum Auftakt den Rahmen ab, wie es weitergehen soll.

Dazu gehört die Erläuterung, dass die Kinder für die Umgestaltung ihres Außengeländes am Kreuzberg laufen. Zu dem Nachwuchs gesellen sich vielfach auch die Laufpaten – Eltern, Großeltern, Nachbarn und Freunde, die für jede absolvierte Runde einen bestimmten Betrag ausgesetzt haben. Ihnen gilt die Aufforderung der Rektorin: „Anfeuern ist ausdrücklich erwünscht, dann kann jedes Kind noch einmal so viel laufen.“

Jede mit rot-weißem Flatterband abgesteckte Runde entspricht etwa 400 Meter – und das ist eine ganz schön lange Strecke. Den jungen Sportlern gilt vor dem Warmmachen die Anweisung: „Trinken ist zwischendurch Pflicht!“ Gerade wenn sich die Temperaturen um die 20-Grad-Marke bewegen.

„Junge, du musst erst gleich laufen“, wendet sich ein Papa an seinen Junior. Und der ist keineswegs der einzige, der so viel Energie zeigt und schon vor der erste Runde einige Meter ohne Wertung zurückgelegt hat. Allerdings, so Sportlehrerin Maren Graf, sei zwar jede Runde wichtig, „aber in erster Linie geht es heute um das Wir-Gefühl der ganzen Schule“.

Mehr als 500 Schüler am Start

Endlich fällt für die mehr als 500 Schüler der Startschuss. Graf und ihr Kollege Peter Enders, die den Lauf organisiert haben, stellen die entscheidende Frage: „Sind Eltern und Lehrer an den Stationen startklar?“ Sie sind es. In kurzen Abständen starten die einzelnen Klassen nacheinander. Den Anfang machen die Klassen der offenen Eingangsstufe, das Schlusslicht bilden die Ältesten aus dem vierten Jahrgang. Am Rande verrät Enders, dass vor dem Sponsorenlauf eifrig im Sportunterricht trainiert worden sei. Das Ziel war klar abgesteckt: Möglichst lange ohne Unterbrechung zu laufen. Das wiederum erfordert, die Kräfte einzuteilen. Und das ist natürlich genau die richtige Grundlage, um beim Sponsorenlauf viele Runden zu schaffen.

Die Erwachsenen, von denen zahlreiche den Aktionstag im Laufbüro, beim Austeilen der Startnummern, beim Runden zählen und der Verköstigung mithelfen, zeigen sich jedenfalls beeindruckt, dass Mädchen und Jungen, die ansonsten durchaus vorziehen, von den Eltern chauffiert zu werden, nun Runde um Runde drehen – fast jeder ohne Erschöpfungszeichen.

Die ins Auge gefasste Schulhofumgestaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Eltern, Lehrkräften, des Fördervereins der Grundschule und der Gemeinde Scheeßel. „Der Erlös aus dem Lauf soll in eine neue Balancieranlage fließen, die schon Anfang Juni am Kreuzberg aufgestellt wird“, so Gudula Willers, Mitglied im Fördervereinsvorstand. Weitere Anschaffungen würden folgen.

lw

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