Gemeinsames Gedenken

VDK-Ortsverbandsvorsitzende will Gedenkveranstaltung erneuern

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Einen vollen Schreibtisch hat die neue Vorsitzende des Ortsverbandes des Bundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge Elke Twesten.

Scheeßel – Beim diesjährigen Volkstrauertag wird einiges anders – so verspricht es zumindest Elke Twesten, die vor einem halben Jahr die Nachfolge von Heiner Wellenbrock als Ortsverbandsvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) in Scheeßel angetreten hat.

Dass sich die Traditionsveranstaltung neu erfinden muss, um nicht nur auf dem Kalender, sondern auch in den Köpfen der Menschen relevant zu bleiben, sei eigentlich schon länger klar gewesen, meint Twesten. „Der Volkstrauertag dringt nicht mehr durch, immer weniger wissen damit etwas anzufangen und die Beteiligung ist mau“, fasst sie die aktuelle Lage zusammen. „Für den Volksbund ist es jedoch überlebenswichtig, diesen Tag volksnah und zeitgemäß zu gestalten.“

Den konkreten Anstoß zur Erneuerung gab eine Broschüre, die sie als Mitglied des Landesvorstandes mitentwickelte und die von vielen Interessengruppen, vom Kultusministerium über den Niedersächsischen Heimatbund bis zur IG Metall Bezirk Niedersachsen und den Sozialverbänden unterstützt wurde. „Den Volkstrauertag erneuern – Grundsätze und Empfehlungen zur Neuorientierung des Friedens- und Gedenktages“ – das hatte auch John Cramer gelesen. Der Eichenschullehrer und ehemalige Bildungsreferent des Volksbundes und Twesten kannten sich von früher aus beruflichen Zusammenhängen, der Kontakt war nie abgerissen. So rannte sie bei ihm und seiner Kollegin Anke Janssen offene Türen ein, als sie eine Beteiligung von Eichenschülern an der Gestaltung des diesjährigen Friedens- und Gedenktages in Scheeßel und Lauenbrück anregte.

Vorgaben für ihren aktiven Beitrag beim Gottesdienst, aber auch bei der anschließenden Kranzniederlegung gibt es für die Zehntklässler eines Religionskurses nicht. „Ob Lieder, Gedichte, Texte eigene Gedanken oder Theaterszenen – es gibt keinerlei Restriktionen“, so Twesten. Auch bei den anderen Beteiligten, die die Gedenkfeier in Scheeßel üblicherweise ausrichten, darunter die Freiwillige Feuerwehr, der Schützenverein und die Kirchengemeinde, fand das Konzept Anklang. Bei der Dritten Kompanie des Versorgungsbataillons, wo sich Twesten in ihrer neuen Funktion unlängst vorstellte und das neben der Feuerwehr wieder die Ehrenposten stellt, freue man sich explizit auf den Gedankenaustausch im Anschluss an die Gedenkfeier.

Darüber hinaus plant Twesten für Anfang des Jahres einen Gedenk-Arbeitskreis und möglicherweise eine „Feedbackveranstaltung“, um den Gedenktag für die kommenden Jahre gut aufzustellen. „Die Möglichkeiten, die dieser Tag angesichts der weltpolitischen Gefahrenlage birgt, ist immens“ ist sie überzeugt.

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