Gemeinde stellt Status quo für Krippenmodule vor / Anmeldungen für Betreuungsplatz noch möglich

Container ab Oktober bezugsfertig

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Die ersten Arbeiten für die Krippen-Container sind bereits getan: Frank Thies (v.l.), Käthe Dittmer-Scheele und Christian Seidler zeigen, wie es am Speckfeldweg derzeit aussieht.

Scheeßel - Von außen nicht unbedingt ein Hingucker, aber im Inneren haben die Kinder alles, was sie brauchen – viel Platz zum Spielen, einen Ruheraum und Toiletten. Ab der kommenden Woche wird zwischen dem Scheeßeler Speckfeldweg und der Eichenschul-Sporthalle mit dem Aufbau der angemieteten Krippen-Container begonnen. Ab Oktober sollen dort zwei Gruppen vorübergehend unterkommen.

Für das kommende Kindergartenjahr fehlt es im Krippenbereich an mindestens 27 Betreuungsplätzen (unsere Zeitung berichtete). Von dieser Zahl waren die Gemeinde als auch die Politik Ende April überrascht worden. Nun galt es, schnellstmöglich eine Lösung zu finden, um dem Rechtsanspruch der Eltern auf einen Betreuungsplatz gerecht zu werden. Die Verwaltung hatte daraufhin das kurzfristige Aufstellen von Raum- und Sanitärcontainern vorgeschlagen, um dort für maximal drei Jahre zwei zusätzliche Gruppen à 15 Kinder unterzubringen – eine Lösung, die in der Politik auf uneingeschränkte Zustimmung gestoßen war.

„Das war für uns im Rathaus schon eine richtige Hauruck-Aktion“, bilanziert Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele die vorbereitenden Maßnahmen, die in den vergangenen Wochen angepackt worden seien. Dazu habe auch gehört, beim Landkreis eine Baugenehmigung einzuholen und Personal einzustellen.

Am Dienstag und Mittwoch sollen die Module – insgesamt 28 an der Zahl – angeliefert werden. Und schon jetzt deutet am Speckfeldweg einiges auf das 15 mal 35 Meter große, eingeschossige Provisorium hin, berichtet Christian Seidler vom Fachbereich Gebäudewirtschaft. So sei für die Container, deren monatlicher Mietpreis sich allein auf 7700 Euro beläuft, bereits ein tragfähiger Untergrund geschaffen worden, und auch die Zuwegung zu der Einrichtung sei schon fertiggestellt. Direkt nach der Anlieferung werde dann mit der Montage der Module begonnen, die sich nach Auskunft des Verwaltungsmitarbeiters wohl über vier Wochen hinziehen werde. Für die beiden Krippengruppen stünden nach Fertigstellung dann jeweils ein Gruppen- und Ruheraum zur Verfügung. Hinzu käme, neben einer gemeinsam genutzten Küche, auch ein Material-, WC- und Personalraum. Und auch umzäunte Außenspielflächen sind vorgesehen.

Spätestens bis Ende September soll das komplette Interieur da sein. „Wenn es nicht zu Lieferengpässen kommt, sollten wir zum 1. Oktober den Betrieb aufnehmen können“, schildert Ordnungsamtsleiter Frank Thies. Das achtköpfige Betreuungspersonal sei indes bereits zum 1. September eingestellt worden, „damit die neuen Mitarbeiterinnen sich schon einarbeiten können“.

27 Anmeldungen für einen Betreuungsplatz liegen der Gemeinde bereits vor. „Wer jetzt noch Plätze zum 1. Oktober braucht, kann sich aber selbstverständlich noch anmelden“, so Thies. Entsprechende Formulare stehen auf der Internetseite der Gemeinde (www.scheessel.de) zum Download bereit. Diese müssen ausgefüllt bis zum 4. September im Rathaus wieder abgegeben werden. Sollte die Nachfrage das Angebot überhöhen, wird nach familiärer Betreuungssituation entschieden, welches Kind einen Platz bekommt.

Soweit die vorübergehende Lösung. Spätestens in drei Jahren will die Gemeinde am Kindergarten Sperlingsweg eine festinstallierte Krippengruppe vorhalten. Dem dafür benötigten Anbau hat der Scheeßeler Gemeinderat bereits grünes Licht erteilt.

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