Gemeinde hat potenzielle Unterbringungsmöglichkeiten am Helvesieker Weg im Blick

Flüchtlinge ins Internat?

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In unmittelbarer Nähe zum Theatersaal der Eichenschule könnten künftig Flüchtlinge untergebracht werden.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Der Strom an Flüchtlingen reißt nicht ab, der Platz für Unterkünfte wird knapp. Die Gemeinde Scheeßel sucht weiteren Wohnraum. Und zwar so händeringend, dass wohl bald auch Asylbewerber auf dem Gelände des ehemaligen Eichenschulinternats einziehen werden.

Der Wille, die „schwierige Situation“ damit ein Stück weit zu entschärfen, sei sowohl auf Seiten der Gemeinde als auch auf der der Eichenschulgenossenschaft als Eigentümerin vorhanden, gab Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele am Dienstag Auskunft. Sollte ein entsprechender Vertrag unterzeichnet werden, stünden am Helvesieker Weg zwei Gebäude als Flüchtlingsunterkünfte zur teilweisen Verfügung. „Wir befinden uns in konkreten Verhandlungen, sind aber noch dabei, das genauer auszuarbeiten“, so die Rathauschefin. Derzeit führe man eine Kostenermittlung durch, denn eines sei klar: Wenn die Gemeinde die derzeit noch leer stehenden Gebäude anmietet, müssten beide Vertragspartner für anstehende Instandsetzungsmaßnahmen Geld in die Hand nehmen. Der auch heute noch von dem Privatgymnasium genutzte Internatssaal indes sei von dem Vorhaben ausgeschlossen. „Das ist von dem Schulbetrieb ganz klar abzugrenzen“, betonte die Bürgermeisterin.

Dass man, wie im Fall des Internats, künftig auf größere Unterkünfte zurückgreifen müsse, sei angesichts immer höherer Flüchtlingszahlen wohl unausweichlich. „Wir gehen davon aus, dass wir erheblich mehr Menschen bekommen werden“, so Dittmer-Scheele. Bislang sei es der Gemeinde gelungen, entsprechenden Wohnraum zentral über Privatpersonen anzumieten. „Wir erwarten aber, dass das nicht mehr lange so sein wird.“ Wann die Ressourcen letztendlich erschöpft sein werden – die Bürgermeisterin zuckt mit den Schultern: „Die Lage ist zu diffus, jeden Tag ändert sich etwas.“ Mitunter würden ganze Familienverbände aus ihren Wohnungen wieder ausziehen, sodass wieder Plätze für Neuankömmlinge zur Verfügung stünden.

Nicht ausschließen kann Dittmer-Scheele ebenso eine künftige Flüchtlingsunterbringung in öffentlichen Gebäuden, also den Dorfgemeinschaftshäusern und Sporthallen. „Sollte es hart auf hart kommen, müssten dann vorübergehend auch solche Einrichtungen genutzt werden, und das frei von jeglicher Priorität.“ Allerdings hoffe sie, dass es gar nicht erst so weit kommt. „Ich persönlich möchte das nicht für die Nutzer der Anlagen, als auch für jene nicht, die da unterkommen müssen – es wäre wirklich das allerletzte Mittel für uns.“

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