Schülerzahlen stabilisieren sich

104 Kinder aus der Gemeinde Scheeßel werden am Samstag eingeschult

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Zum Schuljahr 2018/2019 werden in der Gemeinde Scheeßel nur ein paar weniger Kinder eingeschult als im vergangenen Jahr.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Am Samstag ist es soweit: In ganz Niedersachsen steht die Einschulung an. Auch für Kinder aus der Einheitsgemeinde beginnt an den Grundschulen in Scheeßel und Hetzwege der Ernst des Lebens – 104 sind es, und damit sieben weniger als zum Schuljahr 2017/2018. Im Rathaus sieht man den leichten Einbruch gelassen, erwartet man doch für die nächste Zukunft recht stabile Zahlen.

Für Kind und Familie ist es ein besonderer Tag, an den sich alle noch viele Jahre gerne zurückerinnern. Die Schultüte, der erste Tornister und die erste Federmappe, die gemeinsame Feier mit Eltern, Geschwistern, Freunden und Verwandten – all das ist für kleine Schulanfänger ein großes Erlebnis. 

Auch im Scheeßeler Rathaus weiß man um den Stellenwert der Einschulung, und so spendiert die Gemeinde in diesem Jahr wieder jedem einzelnen Abc-Schützen einen Obstbaumgutschein – quasi als Symbol dafür, dass sich die Kinder im Laufe ihres Schullebens entwickeln, wachsen und älter werden. Wie ein Baum eben.

Das ist die eine, die emotionale Seite. Auf der anderen stehen die nüchternen Zahlen. Und da kommt Stefan Behrens ins Spiel. „Die Zeiten der sinkenden Schülerzahlen sind inzwischen vorbei“, konstatiert der in der Verwaltung für schulische Angelegenheiten zuständige Fachbereichsleiter. 

Die Schülerzahlen schwankten in den vergangenen Jahren

Nachdem 2014 in der Gemeinde Scheeßel mit 103 Erstklässlern die Talsohle erreicht war, kamen die Zahlen in den Folgejahren einer Achterbahnfahrt gleich (2015: 112 Schüler, 2016: 127 Schüler, 2017: 111 Schüler). Tendenziell sei für die kommenden Jahre aber wohl wieder mehr Stabilität zu erwarten, so Behrens, „da sich bei den Geburtenzahlen aktuell ein leichter Aufwärtstrend abzeichnet“.

Gute Aussichten also. Und gut auch, dass das Thema offene Eingangsstufe, ein Modell, bei dem an der Grundschule Scheeßel von 2012 bis 2017 Erst- und Zweitklässler jahrgangsübergreifend gemeinsam unterrichtet worden waren, vom Tisch ist – sagt Meike Nerding-Ehlbeck. „Die Erfahrungen haben gezeigt, dass es doch besser ist, zum getrennten Klassenunterricht zurückzukehren“, sagt die Schulleiterin. 

Soziale Beziehungen stabiler Art hätten sich unter den Kindern seinerzeit jedenfalls kaum eingestellt. Anders als am Schulstandort Hetzwege: Zwar gehört auch dort die altersgemischte Eingangsstufe inzwischen der Vergangenheit an, inoffiziell hat eine kombinierte Klasse 1 und 2 aber weiterhin Bestand – der vergleichsweise geringen Anzahl der Schüler sei Dank.

Ebenfalls ausgedient, obwohl erst zum vergangenen Schuljahr eingeführt, hat in Scheeßel die an die Grundschule angeschlossene Vorschulklasse, in der noch nicht schulreife Kinder im Verbund auf den regulären Unterricht vorbereitet werden. Nerding-Ehlbeck: „Alle zu beschulenden Kinder sind nun auf die neuen ersten Klassen verteilt und erhalten hier einen gesonderten Förderunterricht.“

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