Parteiloser Scheeßeler ist bei der Kommunalwahl wieder auf der FDP-Liste

Gehse will die zweite Runde

Der parteilose Carsten Gehse (l.) und die FDP mit ihrem Kreisvorsitzenden Hendrik Jürgens gehen für die kommende Kommunalwahl im Herbst erneut gemeinsame Wege. - Foto: Röhrs

Scheeßel - Von Matthias Röhrs. Die FDP stellt sich auch in Scheeßel für die Kommunalwahl am 11. September auf. Einen Kandidaten für den Gemeinderat hat sie in den eigenen Reihen bislang allerdings nicht gefunden. Nun schicken die Liberalen den parteilosen Carsten Gehse ins Rennen – nicht zum ersten Mal.

Gehse strebt damit seine zweite Wahlperiode im Scheeßeler Gemeinderat an. Bereits nach der vergangenen Kommunalwahl im Jahr 2011 ist der Friseurmeister über die Liste der Liberalen in den Rat gekommen, als einziger Vertreter der Partei. Mitglied ist er nicht. Er komme zwar „vom Denken her aus der Ecke“ der FDP, sagt er, doch für das Parteibuch hat es noch nicht gereicht. „Ich habe dazu noch keinen Druck verspürt“, so Gehse.

„Wir freuen uns, dass Carsten Gehse wieder für uns antritt“, sagt der FDP-Kreisvorsitzende Hendrik Jürgens. Zwischen dem Scheeßeler und der Partei herrsche mittlerweile ein freundschaftliches Verhältnis. Dennoch suchen die Liberalen noch weitere Kandidaten in der Gemeinde. „Wir sind in guten Gesprächen mit weiteren Personen“, sagt Jürgens.

Zusammen mit den anderen einzelnen Ratsherren Ralf Münkel und Knut Nagel (WFB) hat sich Gehse zur Fraktion Gruppe 57 zusammengeschlossen. Für sie sitzt er im Verwaltungssausschuss und im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus, Kultur- und Heimatpflege.

Sein Ziel: „Mehr Demokratie ins Spiel bringen“, sagt Gehse, aber ohne sich gegen die großen Parteien zu richten. Vielmehr müsse man Transparenz schaffen, Entscheidungen nachvollziehbarer machen und vor allem: Mehr auf den Bürger hören, wie beim zukünftigen Standort des Combi-Marktes an der Ecke Mühlenstraße/Bremer Straße. „Da hat der Bürger sich auch gegen die Meinung von Verwaltung und Planern gestellt.“

Auf den Bürger hören, ohne aber dabei falsche Erwartungen zu wecken, fordert Gehse. Inhabergeführte Geschäfte werden sich wohl kaum noch in der Gemeinde ansiedeln, die Möglichkeit bestehe eher bei Ketten. Dennoch müsse die Gemeinde attraktiv sein, damit die Menschen nicht irgendwann wegziehen. Jürgens: „Man muss etwas für ein belebtes Scheeßel tun.“ Dazu zähle auch, mittelständischen Unternehmen in der Region – nicht nur an der Beeke – die Möglichkeit zum Wachsen zu geben.

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