Wer ist der geheime Türöffner?

Unbekannter lässt auf Grundstück einer Neu-Scheeßeler Familie Hasen frei

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Nathalie Hein mit ihrem Töchterchen Franziska. An diesem Hasenstall hat sich der Unbekannte bereits mehrfach zu schaffen gemacht.

Scheeßel - „Wer macht so was bloß?“, fragt Nathalie Hein (21). Seit einem Jahr lebt die gebürtige Hamburgerin mit ihrem Partner und Töchterchen Franziska in Scheeßel. Hier, am Helvesieker Weg, hat die junge Familie ein Haus gekauft. Ein kleiner Häschen-Zoo im Garten machte das neue Wohnglück perfekt. Seit einigen Tagen aber werfen mysteriöse Vorfälle einen Schatten aufs Idyll.

„Irgendjemand schleicht sich regelmäßig auf unser Grundstück und lässt unser Hasen-Pärchen Flip und Maja aus seinem Gehege frei“, sagt die sichtlich geschockte Mutter. Mehrere Male schon hätten die Türen der Langohren sperrangelweit offen gestanden. „Das kann kein Tier gewesen sein“, ist Hein sicher. Es gebe auch weder Anzeichen noch Möglichkeiten, dass sich die knapp einjährigen Hasen selbst aus dem Gehege befreit hätten. „Zunächst haben wir unsere Tiere wieder einfangen können, jetzt ist Flip aber wie vom Erdboden verschluckt.“

Aus Sorge um Maja habe die Familie die Hasendame inzwischen vorsichtshalber ins Haus geholt. „Sie ist jetzt natürlich sehr traurig, dass Flip nicht mehr an ihrer Seite ist und frisst nichts mehr – nicht mal ihren Salat“, so Hein, die wegen der Vorfälle inzwischen auch Anzeige bei der Polizei erstattet hat. Auch Tochter Franziska, fast zwei Jahre alt, hat das ungewisse Schicksal ihres Lieblings hart getroffen. „Sie hat ganz viel geweint“, berichtet die 21-Jährige. Sie jedenfalls wolle nichts unversucht lassen, den pechschwarzen Rammler wiederzufinden. „Zur Not auch mit einer Lebendfalle.“

„Das ist gruselig“

Die musste die Mutter aber gar nicht mehr aufstellen. Mittlerweile ist Flip nämlich wieder zu Hause – bei seiner „Angetrauten“, die ihn sogleich wieder sauber geputzt habe, freut sich Hein. „Er hoppelte auf dem Nachbargrundstück herum und war dann bei einer Sichtschutzwand hängen geblieben. Da habe ich dann blitzschnell die Chance ausgenutzt und ihn am Bein geschnappt.“

Ende gut, alles gut? Nicht ganz, räumt Nathalie Hein ein. „Dass irgendwer bei uns sein Unwesen treibt, ist wirklich gruselig.“ - lw

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