1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Rotenburg
  4. Scheeßel

Sotheler stellen in Eigenregie drittes Wintervergnügen auf die Beine

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die Organisatoren des dritten Sotheler Wintervergnügens planen im urigen Garbers Hus. Foto: Heyne
Die Organisatoren des dritten Sotheler Wintervergnügens planen im urigen Garbers Hus. © Heyne

Sothel – Ein uriges Bauernhaus von 1753 mit dicken Balken und knisterndem Kaminfeuer – wer würde da nicht schon an die Adventszeit denken? Genau deshalb ist an diesem Abend eine gute Handvoll Sotheler im Garbers Hus, der Begegnungsstätte im Ort, zusammen gekommen. Es geht darum, den diesjährigen „Winterzauber“ am Sonntag, 1. Dezember, von 11 bis 18 Uhr (der mit dem Scheeßeler Weihnachtsmarkt zusammenfällt) zu besprechen.

Die Planungen stecken jedoch nicht mehr in den Kinderschuhen, sondern sind schon weit vorangeschritten. „Das wird bei uns über den Gartenzaun erledigt“, schmunzelt Rita Dodenhof. Die Hobbyimkerin ist eine von vielen, die sich auch in der dritten Auflage der Zusammenkunft im Advent einbringt – nicht nur in der Vorbereitung, sondern auch am ersten Adventssonntag selbst mit dem Verkauf des eigenen Honigs an einem der knapp zwei Dutzend selbst gezimmerter Buden.

Und genau das ist auch Sinn der von Privatleuten ins Leben gerufenen Veranstaltung: „Wir wollten etwas schaffen, wo die Sotheler und natürlich auch Gäste im Winter zusammen kommen können“, erklärt Carina Vajen. Dafür eignet sich das in Bothel erbaute und vor einigen Jahren in Sothel wieder aufgebaute Fachwerkhaus, Kinderstube der inzwischen verstorbenen Ehefrau von Hans-Dieter Gerken, mit seinem urigen Ambiente ideal. Schließlich dient es auch als Begegnungsstätte für zahlreiche andere Veranstaltungen vom Seniorennachmittag über den Landfrauentreff bis zur Zusammenkunft von Rotariern oder Lions.

Dabei geht es den Organisatoren, hinter denen kein Verein steht, sondern einfach „die Dorfgemeinschaft“, wie Gerken betont, es nicht um Einnahmen und Erlöse. Sondern darum, im Ort etwas auf die Beine zu stellen und dabei möglichst viele Einwohner mit ins Boot zu holen. Ein Anliegen, das ankam: „Viele helfen auf die eine oder andere Weise, holen ihre Bierzeltgarnituren aus dem Keller, schmücken mit oder spenden altes Geschirr, denn wir wollen ja nachhaltig sein“, so Dodenhof. Ein verbindendes Element ist auch das im Vorjahr eingeführte Kuchenbuffet: „Torten backen so gut wie alle hier gern.“

Die mehreren Hundert Besucher, die inzwischen nicht nur aus dem Ort, sondern der ganzen Region bis Kiel oder Walsrode kommen, erwarten im Ambiente eines weihnachtlichen Märchenwaldes an den Ständen draußen und drinnen Adventskränze, Weihnachtsdeko, Handarbeiten, frisch gebackene Kartoffelpuffer und Glühwein. Dabei achten die Macher darauf, möglichst viele Angebote aus dem Ort selbst dabei zu haben, wie zum Beispiel die geräucherten Fische aus dem Angelteich des ortseigenen Vereins oder das von örtlichen Jägern geschossene Wild. „In punkto Kunsthandwerk könnten wir noch einige Anbieter gebrauchen“, meint Carina Vajen, bei der die Fäden der Standvergabe zusammen laufen. Interessierte können sich bei unter der Telefonnummer 04263 / 1071 melden.

Dabei sind unter anderem ein Besenbinder aus Stemmen sowie Steinmetz Burghard Uhle, der sein Handwerk auch vor Ort live demonstrieren wird. Eine weitere Besonderheit à la Sothel: Auch die „kleinen Weihnachtsmänner“, eine Tradition, nach der Vorkonfirmanden in der Vorweihnachtszeit verkleidet mit Gedichten, Geschichten oder einem kleinen Geschenk kleine Kinder besuchen, werden dem etwas anderen Weihnachtsmarkt einen Besuch abstatten.

Und die Erlöse des winterlichen Vergnügens? „Die kommen selbstverständlich wieder der Dorfgemeinschaft zugute“, meint Gerken, „nämlich in Form eines Helferfestes“  hey

Auch interessant

Kommentare