Aus dem Ortsrat

Funktional und gleichwertig: Planungen für neues Feuerwehrhaus in Ostervesede werden konkret

Stellten in der Ortsratssitzung die Pläne für den Feuerwehrhaus-Neubau vor: Sven Frohböse vom Gebäudemanagement der Gemeinde Scheeßel (l.) und Fachplaner Uwe Quante.
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Stellten in der Ortsratssitzung die Pläne für den Feuerwehrhaus-Neubau vor: Sven Frohböse vom Gebäudemanagement der Gemeinde Scheeßel (l.) und Fachplaner Uwe Quante.

Ostervesede – Nein, verfehlen wird man es ganz sicher nicht, das neue Gerätehaus für die Ortsfeuerwehr Ostervesede. Groß, mit viel Platz sowohl für die Kameradinnen und Kameraden als auch für die Ausrüstung, soll es werden – in direkter Lage am Kreisel in Richtung Fintel. Von der Dimension, erklärte Ortsbürgermeister Andreas von Fintel am Montagabend in einer Ortsratssitzung, sei er ja schon ein bisschen überrascht. Nur ist die Wehr mit Blick auf die Zahl der aktiven Mitglieder nun mal nach Scheeßel auch die zweitstärkste in der Gemeinde, auch perspektivisch – da braucht es auch Platz.

Nun sind die Planungen für den Neubau am Osterveseder Ortsrand (bei Bruttokosten in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro), wie auch jene für das neue Gebäude der Westerholzer Wehr, bereits bis zum Stadium der Bauantragsstellung gereift. Während Westerholz als erstes zum Zuge kommen soll, ist in Ostervesede nicht vor 2023 mit einem Baustart zu rechnen. Dass kein Weg um beide Projekte herumführt, machte Stefan Behrens, der Allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin, in der Sitzung deutlich. „Wir als Gemeinde sind verpflichtet, eine einsatzfähige Feuerwehr aufzustellen – diese Aufgabe wollen wir natürlich pflichtgemäß erfüllen.“ Hierbei käme auch der Sicherheitsaspekt für die Brandschützer eine Bedeutung zu. Das alte Gerätehaus an der Benkeloher Straße würde jedenfalls keineswegs mehr den aktuellen Bestimmungen entsprechen – dies habe vor Jahren auch die Feuerwehr-Unfallkasse (FUK) bei der Gemeinde schon angemahnt.

Was beim neuen Gebäude jetzt zu berücksichtigen sei: „Wir haben bei der Gestaltung und Ausstattung sowohl auf eine Gleichwertigkeit zu anderen Feuerwehrhäusern zu achten als auch auf die Funktionalität.“ Gewisse architektonische Ansprüche müssten so einfach mal zurückstehen.

Auf diesem Grundstück am Osterveseder Kreisel soll die Ortsfeuerwehr ihr neues Domizil beziehen.

Wie funktional der Neubau mit einer Halle für zwei Einsatzfahrzeuge am Ende sein wird, darauf kam im weiteren Verlauf Uwe Quante, der von der Verwaltung eingesetzte Fachplaner, zu sprechen. Umkleiden mit sanitären Einrichtungen – getrennt für Frauen und Männer – wird es geben. Außerdem ein Lager, einen Atemschutz- und Technikraum, eine Werkstatt, eine Teeküche sowie einen Schulungsraum. Was die Außenfassade betrifft, soll die mit einem von Interimsplatten „durchbrochenen“ Verblendmauerwerk hergerichtet werden. Oben drauf, erfuhren die Anwesenden, kommt ein flachgeneigtes Stehfalzdach, auf dem optional später auch noch eine Fotovoltaikanlage installiert werden könnte.

Was die Gliederung des Nutz- und Sozialbereichs anbelangt, sei diese „wirklich gut durchdacht“, befand Ortsratsmitglied Friedhelm Lohmann. Nur sei seinen Worten nach ein Alu-Dach für Ostervesede nicht wirklich ortstypisch, sondern vielmehr eine Eindeckung mit Ziegeln. Bei der Ausweisung von Neubauwohngebieten würde die Gemeinde ja auch gewisse Vorschriften machen, etwa zur Dachneigung oder zum Eindeckungsmaterial – warum solche Kriterien für das neue Feuerwehrhaus nicht ebenfalls greifen würden, wollte Lohmann wissen. Dazu Behrens: „Wir sind nicht in einem Wohngebiet, sondern befinden uns auf einer öffentlichen Bedarfsfläche ohne B-Plan.“ Einmal mehr betonte der Verwaltungsmann, dass ja die Funktionalität im Vordergrund stünde, ebenso mit Blick auf die Dacheindeckung – die Ortsfeuerwehr jedenfalls sei „schwer begeistert“ von dem Gebäude.

Das alte Gerätehaus hat ausgedient.

Worauf Andreas von Fintel, der Ortsbürgermeister, hinwies: „Wir als Ortsrat haben erwartet, dass wir in die Planungen mit eingebunden werden – stattdessen waren wir überrascht, dass wir jetzt mit einem eigentlich schon fortgeschrittenen Thema konfrontiert werden.“ Tatsächlich sollten die Osterveseder laut Beschlussvorlage die Genehmigungsplanungen lediglich zustimmend zur Kenntnis nehmen. Das taten die Politiker auch einstimmig – allerdings mit zwei ergänzenden Hinweisen an den Verwaltungsausschuss und den Gemeinderat. Demnach soll geprüft werden, ob die Bedachung des Gebäudes nicht doch mit einer ortsüblichen Pfanneneindeckung ausgeführt werden kann, sollte es dadurch denn keine Mehrkosten oder Nutzungseinschränkungen geben. Und: „Wir möchten, dass der Ortsrat wenigstens bei den Ausführungsplanungen künftig mit eingebunden wird“, erklärte von Fintel. Letzteres, verdeutlichte Stefan Behrens, erfolge bei der Detailplanung aber ohnehin.

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