Fundsachenversteigerung der Gemeinde unter neuer Regie von Christian Lindner

Unterhaltsame Preistreiberei

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Auch für die Kinderwagen und das Laminat fand Auktionator Christian Lindner (l.) Abnehmer.

Scheeßel - „Die Feuerprobe hat er eindeutig bestanden“, waren sich Ulli Sparr und Fidi Lohmann einig. Die beiden ehemaligen Rathaus-Mitarbeiter, die mehr 30 Jahre die Fundsachenversteigerung der Gemeinde Scheeßel durchgeführt hatten, waren am Donnerstagabend dabei, als ihr Nachfolger Christian Lindner zum ersten Mal in die Rolle des Auktionators schlüpfte.

Mehr als 30 Interessierte hatten sich vor dem Rathaus eingefunden und prüften zunächst in aller Ruhe die angebotenen Fundstücke. Den Hauptanteil machten dabei Fahrräder aller Art und in jeglichem Zustand aus. „Ich bin jedes Jahr dabei“, erzählt der Scheeßeler Günter Merz. „Es lohnt sich immer, und aus den verschiedenen Drahteseln bastele ich dann für meine Enkelkinder etwas Passendes zusammen.“

Nachdem alle Fahrräder – zum Teil von Lindner geschickt im Doppel- oder Dreierpaket angeboten – veräußert waren und auch noch zwei Kinderwagen für drei Euro und ein Laminat-Fund für einen Euro versteigert waren, ging es an die Kleinteile wie Schmuck, Uhren, I-Pods, Handys und Digi-Cams. Um einzelne Stücke mit Markennamen wurde dann richtig gekämpft und zum Teil über 20 Euro bezahlt.

Auch Rathaus-Mitarbeiter Clemens Mahnken konnte nicht widerstehen und sicherte sich für drei Euro eine Kamera. Ob diese auch funktioniert, wird sich erst zu Hause herausstellen, denn laut Auktionator Lindner übernimmt die Gemeinde bei allen Gegenständen keine Garantie und es gilt die Richtlinie „gekauft wie gesehen“.

Catharina Lemmer hatte über Facebook von der Auktion erfahren und war mit ihrer Mutter Anja Behrens gekommen: „Es hat sich wirklich gelohnt, wir haben für ganz wenig Geld ein Fahrrad und einen Kinderwagen erstanden, wir kommen nächstes Mal wieder“, waren sich die beiden einig.

Und Auktionator Christian Lindner könne laut Vorgänger Ulli Sparr stolz auf sich sein – denn kein Fundstück muss zurück in den Rathauskeller.

uj

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