Vorbildlich

Für mehr Gemeinschaft: Thomas Bödecker aus Westerholz gründet Förderverein für die Fußballjugend

Dauem hoch für den Förderverein: Paula Varelmann mit ihrem engagierten Trainer Thomas Bödecker.
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Dauem hoch für den Förderverein: Paula Varelmann mit ihrem engagierten Trainer Thomas Bödecker.

Scheeßel – Einen gemeinsamen Weg in Sachen Jugendfußball gehen die Sportvereine aus Hetzwege, Jeersdorf und Westerholz schon seit Jahrzehnten – in der sogenannten JSG HWJ 70. Gerade erst im vergangenen Jahr hätte die Spielervereinigung im Nachwuchsbereich ihr 50-jähriges Bestehen feiern können – wenn nicht gerade Pandemie gewesen wäre. Spielerisch ist man also seit jeher schon gemeinsam auf dem Platz. Um den Kindern Aktionen und Unternehmungen aber auch außerhalb des reinen Trainings- und Spielbetriebs zu ermöglichen, hat sich jetzt mit zunächst 13 Mitgliedern ein Förderverein gegründet.

Den Anstoß dazu gab Thomas Bödecker (54), seit 2016 Trainer bei der JSG. „Ich, der ich ein großer Freund von Gemeinschaftlichkeit bin, war eigentlich schon immer der Meinung, dass es für die Kids mehr geben muss“, sagt der ehemalige Berufssoldat. Gerne erinnere er sich an seine eigene Fußballjugend beim Rotenburger SV – unter anderem mit Ausflügen nach Frankreich, Luxemburg oder Holland. Solche Aktivitäten, wie er sie erlebt und genossen habe, seien heute im Vereinsleben eher noch selten zu finden. „Selbst bei den Fußball-Herren kommt man oft nur noch zum Training und zu den Spielen zusammen – da haben selbst für ein anschließendes Bierchen viele Leute keine Zeit mehr“, bedauert der Westerholzer.

Gerade seine Zeit bei der Bundeswehr habe ihm noch einmal ganz deutlich gezeigt, wie wichtig Gemeinschaftssinn doch sei. „Und im dörflichen Verein spielt das natürlich auch eine große Rolle, darüber hinaus leben wir vom Nachwuchs – ohne ihn geht es nicht.“ So sei in ihm die Idee eines Fördervereins gereift – auch, weil er schon früher, bei der persönlichen Ansprache, gemerkt habe, dass die Bereitschaft zum Spenden hoch sei – und zwar über die üblichen Sätze an Trikots und Trainingsanzügen hinaus.“ Auf diese Weise habe er schon in der Vergangenheit Geld für alle möglichen Veranstaltungen sammeln können, beispielsweise für einen gemeinsamen Ausflug ins Bremer Weser-Stadion oder fürs Fußball-Golfen.

Nun soll es künftig eben ein gemeinnütziger Förderkreis richten, dessen Mitglieder einen Jahresbeitrag einzahlen. „Was wir nicht wollen, ist, dass wir mit dem Projekt die Kassen der drei Vereine entlasten, indem wir uns um Bälle, Trikots und weitere Ausstattung kümmern“, betont Bödecker. Dafür ließen sich seinen Worten nach durchaus auch so gut wie immer Geldgeber finden. Nein, im Fokus stünden die identifikationsstiftenden Unternehmungen für die Kinder, das gemeinschaftliche Erlebnis– und das auch bewusst mal über die Landkreisgrenze hinaus.

Was wir nicht wollen, ist, dass wir die Kassen der drei Vereine entlasten, indem wir uns um Bälle, Trikots und weitere Ausstattung kümmern.

Thomas Bödecker

Eine, die schon auf mehreren Ausflügen dabei war, sich aber über noch mehr Aktivitäten abseits des Spielfeldrands in Zukunft freuen würde, ist Paula Varelmann. Seit sieben Jahren kickt das Mädchen aus Hetzwege schon bei der JSG. „Wäre schon toll, wenn man alle paar Monate mal Ausflüge mit der Mannschaft machen könnte“, sagt die Zwölfjährige. Gerne würde sie sich mindestens noch ein zweites Mal ein Spiel im Weserstadion anschauen. „Kartfahren oder mal in den Kletterpark fände ich cool!“

Solche Vorschläge behält sich Thomas Bödecker, selbst Vater eines elfjährigen Sohnes, nur allzu gerne im Hinterkopf. „Es muss natürlich nicht immer was mit Fußball zu tun haben“, meint der Fördervereinsvorsitzende, der bereits im Sommer 2019 damit begonnen habe, eine Satzung auszuarbeiten, die Vereinsgründung als solche wegen Corona dann aber doch ganz schöne lange auf sich warten habe lassen. Zudem, resümiert er, sei die ganze Bürokratie auch nicht ohne gewesen. Ob er sich das so vorgestellt habe? „Eigentlich schon, da ich von der Bundeswehr her sowieso schon mit viel Bürokratiekrams vertraut war“, schmunzelt er.

In wenigen Minuten beginnt das Training seiner G-Jugend. Es ist später Dienstagnachmittag. Nach und nach füllt sich der Sportplatz in Westerholz. Dass das auch so bleibt, laut dem Coach sei man personell derzeit geradeso aufgestellt, dass es für eine Mannschaft reiche, dafür wolle man mit den Förderern im Hintergrund sorgen. Denn davon ist Bödecker felsenfest überzeugt: „Nur durch Erlebnisse, die sich vielleicht auch in den Schulklassen unser Fußball-Kinder herumsprechen, können wir den ein oder anderen noch zusätzlich gewinnen.“

Mitglieder gesucht

Wer dem neuen Förderverein der JSG HWJ 70 beitreten möchte, kann sich mit Thomas Bödecker unter der Rufnummer 0171 / 7996163 oder per E-Mail an thombode@web.de in Verbindung setzen. Der Vorsitzende erteilt auch weitere Infos rund um die Mitgliedschaft und die Konditionen.

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