Im kleinen Rahmen

Für die Zukunft gut gerüstet: Feierstunde zur Fertigstellung des Scheeßeler Rathauses

„Die Rathaus-Sanierung war spannend, fordernd und sie hat richtig Spaß gemacht.“ Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele spricht vor rund 30 geladenen Gästen.
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„Die Rathaus-Sanierung war spannend, fordernd und sie hat richtig Spaß gemacht.“ Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele spricht vor rund 30 geladenen Gästen.

Scheeßel – Was lange währte, wurde nicht nur gut, sondern, so kann man mit Fug und Recht sagen, perfekt: Am Donnerstagabend wurde das Rathaus in Scheeßel nach seiner rund 3,8 Millionen Euro teuren Generalsanierung offiziell eingeweiht – zwar ohne großen Festakt, Corona lässt noch immer grüßen, dafür mit knapp 30 Vertretern von Rat und Verwaltung sowie den am Um- und Ausbau beteiligten Baufirmen und Planungsbüros. Im Rahmen einer Feierstunde erhob die Runde auf das „bedeutsame wie gelungene Projekt“, wie Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU) es in ihrer Ansprache nannte, das Glas.

Die scheidende Verwaltungschefin blendete vorab auch auf die Anfänge ihrer nunmehr 20 Jahre währenden Amtszeit zurück: Schon damals habe sie gemeinsam mit dem Gemeinderat in Sachen Rathaus-Sanierung einen Anlauf genommen – der sei aber gescheitert, da es seinerzeit noch bei der Finanzierung Bedenken gegeben habe. „Dass aber etwas passieren musste, das lag ja eigentlich auf der Hand.“ An der Vision habe die Verwaltungsleitung jedenfalls über all die Jahre festgehalten – „und für meine letzte Amtsperiode habe ich mir vorgenommen, dass ich dieses Projekt, für das ich immer gebrannt habe, unbedingt noch gerne schaffen möchte.“

Das ist der Bürgermeisterin, die ab dem 1. November nicht mehr im Rathaus sitzen wird, gelungen – auch und vor allem dank dem Wirken einer eigens gegründeten Arbeitsgruppe, in der zunächst ein reger Ideenaustausch stattgefunden habe zwischen Vertretern aller Ratsfraktionen, der Verwaltung und dem eingesetzten Architekturbüro, wie auch die ein oder andere gemeinsame Bereisung. „Es war gut, dass wir uns damals diese Zeit genommen haben“, befand sie mit Blick auf das erzielte Ergebnis, dem eine gründliche Vorplanung vorausgegangen war.

Rund 3,8 Millionen Euro sind in den umgestalteten Verwaltungssitz am Untervogtplatz geflossen.

Als der Rat das Projekt bewilligt hatte, die Baugenehmigung vorlag und die Rathaus-Belegschaft ihre Interims-Domizile bezogen hatte (bis auf die Gebäudewirtschaft, die war die meiste Zeit über auf der Baustelle zugegen), ging es im August 2019 los. Und damit noch gerade rechtzeitig, wie Axel Zimmermann, der verantwortliche Architekt, verdeutlichte: „Hätten wir nur ein halbes Jahr später angefangen, wären wir in eine wirtschaftlich schlechtere Situation gekommen“, spielte der Rotenburger auf Corona und die damit einhergehenden Kostensteigerungen in der Baubranche an. So habe man das Rathaus in einem Rahmen „anpacken“ können, der nicht vergleichbar sei mit einem gewissen Flughafen in Berlin oder einem großen Bahnhof in Süddeutschland. Ihm zufolge sei bei der Neugestaltung insgesamt der Blick in die Zukunft ausgerichtet worden – architektonisch wie technisch. „Und mit Rücksicht auf die Kosten haben wir trotzdem noch das Beste herausgeholt.“

Dabei, erinnerte die Bürgermeisterin, sei der Baubeginn zunächst alles andere als glücklich verlaufen: „Wir hatten wirklich großes Pech mit einer Abrissfirma – konnten dann aber, auch mit dem Segen des Rechnungsprüfungsamtes, kurzerhand an einen örtlichen Bauunternehmer neu vergeben.“ Den Aus- und im Februar/März dieses Jahres erfolgten Wiedereinzug ihrer Mannschaft wertete sie rückblickend als „extrem herausfordernd – logistisch wie organisatorisch.“ In der Abwicklung habe alles aber gut funktioniert.

Der Umbau ist ein Grund zum Feiern.

Extrem – das passt auch zu einigen Fakten, die Dittmer-Scheele rund um das Projekt beim Namen nannte. So seien im Zuge des Umbaus rund 10 700 Meter Strom- und Netzwerkkabel verlegt worden. Alleine für die Bürotrennwände habe man 3 290 Quadratmeter Gipskartonplatten verarbeitet. Die auf dem Dach befindliche Photovoltaikanlage, die unter anderem den Bedarf zur Gebäudekühlung abdecke, produziere den Jahresverbrauch von vier Einfamilienhäusern. Darüber hinaus seien sechs Fachplaner sowie 18 Unternehmen, davon 13 aus dem Landkreis, an der Sanierung beteiligt gewesen, und: Dadurch, dass man aufgestockt habe, seien neun zusätzliche Büroarbeitsplätze hinzugekommen sowie ein Besprechungsraum mehr. Ihr Fazit: „Es war spannend, fordernd und es hat richtig Spaß gemacht.“ Das Ergebnis finde sie begeisternd. Diesen Worten hatte denn auch niemand der geladenen Gäste noch etwas hinzuzufügen.

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