Johann Weseloh nach 18 Jahren verabschiedet

Führungswechsel in der Osterveseder Seniorengruppe

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Feierlich wurde Johann Weseloh (hier mit seiner Nachfolgerin Renate Bassen) mit einem Präsentkorb verabschiedet. 

Ostervesede - Von Hannelore Rutzen. Johann Weseloh geht, Renate Bassen kommt. Kurz vor ihrem 30. Geburtstag im kommenden Jahr steht die Osterveseder Seniorengruppe vor einem Einschnitt. Weseloh, der 18 Jahre lang die Gruppe geleitet und mit Musik und Gesang begleitet hat, hört auf.

Es war ein gefühlvoller Abschied im Dorfgemeinschaftshaus. Dabei hatte der 80-Jährige seinen Abtritt schon lange im Voraus angekündigt. „Ich bin nun in einem Alter, in dem ich das Amt in jüngere Hände übergeben möchte“, sagte Weseloh während der Feierstunde. „Ich habe das gerne gemacht und danke auch den Vorstandsmitgliedern, die mit viel Herzblut diese ehrenamtliche Arbeit ausüben“.

Einfach gestaltete sich die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin nicht – zu groß waren offenbar die Spuren, die der Osterveseder hinterlässt. Immerhin erklärten sich seine langjährigen Weggefährtinnen Marga Meyer und Marianne Schröder auf der Stelle bereit, als Mitorganisatorinnen weiterzumachen.

Schließlich bot sich mir Renate Bassen doch jemand an, das Ruder übernehmen zu wollen. Die Ostervesederin ist keine Unbekannte, saß sie doch jahrzehntelang für die CDU im Kreis- und im Scheeßeler Gemeinderat. Vor fast 30 Jahren kurbelte sie mit Horst Meyer, der damals Ortsbürgermeister war, schon einmal die Seniorenarbeit in Ostervesede an. Ihr zur Seite stehen Ernst Wichern und Lorelotte Perschon, die bekundeten mitzumachen.

Rückblick: Im Juni 1987 ging in Ostervesede der erste Seniorennachmittag über die Bühne – damals organisiert durch das Team um Hilde Bellmann, Anna Backhausen (Deepen), Elfriede Bösch und Johann Brockmann. Das Team organisierte sich, jeder hatte seine Aufgabe. Willi Wichern ergänzte die Truppe mit musikalischer Begleitung, Helmut Stock spielte Akkordeon und später gesellte sich Johann Weseloh dazu, der ebenfalls das Instrument beherrscht. Sogar eine Sportgruppe bildete sich. Nach zehn Jahren meinte Hilde Bellmann zu Weseloh: „Wie hebbt nu tein Johr düsse Arbeit verricht, dat het Spaß mokt, würklich. Nu will ik uphürn, mok du dat mal wieter. Överleg di dat“.

Aus zehn Jahren wurden elf. Johann Weseloh stieg ein, Hilde Bellmann und Anna Backhausen verabschiedeten sich in den Ruhestand. Zum neuen Vorstand zählten neben ihm nun Marga Meyer, Marianne Schröder (Deepen), Elfriede Bösch und Johann Brockmann. Helmut Stock unterstützte die Gruppe weiter. Weseloh bildete aus dem Kreis der Senioren eine Singgruppe, die regelmäßig übte und einmal im Monat im Pflegeheim einen Liedernachmittag gestaltete. Die Nachmittage und Ausflüge waren stets gut besucht. „Die Jahre vergingen wie im Flug“, blickt der scheidene Leiter zurück.

Und an noch etwas erinnert sich der Senior: „Manchmal war es mit den Referenten nicht so einfach, wenn diese kurzfristig abgesagt haben. Da mussten wir ganz schön improvisieren.“

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