Ausstellungssaison in Scheeßel mit Werken der Bremer Künstlerin Lijonka eröffnet

Frühlingsgefühle im Kunstgewerbehaus

Der Vorsitzende des Scheeßeler Heimatvereins Uwe Wahlers lässt sich von der Bremer Künstlerin Lijonka eines ihrer Lieblingsbilder zeigen. -  Foto: Ujen

Scheeßel - Passend zur Ankündigung des Heimatvereins „Frühlingserwachen mit der Ausstellung Grünzeug der Bremer Künstlerin Lijonka“ war am Samstagabend bei der Vernissage im gut besetzten Meyerhof in Scheeßel eine erwartungsvolle Stimmung unter den Kunstfreunden spürbar. Endlich wurde die neue Ausstellungssaison eröffnet, und alle waren gespannt auf die erste Künstlerin des Jahres.

Gleich drei gut gelaunte Uwes sorgten dann für einen tollen Einstieg in den Abend: Uwe Wahlers als erster Vorsitzender des Heimatvereins mit seiner humorigen Begrüßung und die Bremer Klangkünstler Uwe & Uwe, die für ihre experimentelle Percussionmusik viel Beifall vom Publikum erhielten. Musiker Uwe Niewerth führte gleichzeitig auch in die Ausstellung ein: „Die Künstlerin wurde 1975 im russischen Magadan geboren. Sie studierte sieben Jahre an der Kunsthochschule in Nowosibirsk Wandmalerei und Keramik und schloss das Studium mit Diplom als Künstlerin für monumentale und angewandte Malerei ab.“ Danach habe sie ein Jahr lang gearbeitet und eisern gespart, um sich im Jahr 2005 eine Kunstexkursion durch ganz Europa zu finanzieren, wusste der Musiker außerdem zu berichten. „In Bremen kam die Liebe mit ins Spiel, Lijonka blieb in Deutschland.“

Lijonkas Kunst sei hochemotional, und die aktuelle Ausstellung ein gutes Zeugnis davon – sie sei als motivige Form von Gemütszuständen zu bezeichnen. Mal euphorisch, mal melancholisch, auch ornamental, aber auch federleicht, mystisch oder phantastisch. Teils flott gestrichen, teils getupft, oft aquarellisierend, meistens in Acryl oder auch in Mischtechniken. „Jeder Frühling ist für mich etwas ganz Besonderes“, betonte die aufgeschlossene Bremer Künstlerin beim Rundgang durch die Ausstellung in vielen Gesprächen mit den zahlreichen Besuchern. „Es ist jedes Mal eine Wiedergeburt der Natur, die immer Überraschungen bereithält, darauf möchte ich mit meinen Bildern hinweisen.“

Die Ausstellung im Kunstgewerbehaus in Scheeßel läuft noch bis zum 1. Mai und ist samstags, sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung geöffnet. -  uj

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