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Scheeßel: Frischer Wind im Waldorf-Vorstand

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Von: Marié Detlefsen

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Katrin Schlitt (v.l.), Ines Guschlbauer, Stella Lehmke und Marlene Heuer-Patschull bilden den neuen Vorstand.
Katrin Schlitt (v.l.), Ines Guschlbauer, Stella Lehmke und Marlene Heuer-Patschull bilden den neuen Vorstand. © md

Der Scheeßeler Waldorfkindergarten hat sich im Vorstand neu aufgestellt. Zwei Frauen haben das Gremium verlassen, drei rücken nach. Und bereits im Mai möchte die Einrichtung zeigen: Sie ist wieder da.

Scheeßel – Neues Team, neue Pläne, das ist zumindest das Vorhaben des Scheeßeler Waldorfkindergartens. Vor wenigen Wochen hat sich der Vorstand neu aufstellen lassen, um den Kindergarten auch weiterhin zu stützen und zu lenken. Zwei Veranstaltungen sind bereits für Mai geplant, darunter das beliebte Kulturfest.

Der Waldorfkindergarten Scheeßel wurde 1986 von Eltern gegründet und befindet sich seitdem in freier Trägerschaft. Er wird von dem Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik im Landkreis Rotenburg geführt und unterhalten. Aus diesem Grund ist es wichtig, zu jeder Zeit einen aktiven Vorstand zu haben, durch den nun seit ein paar Wochen ein frischer Wind weht: Stella Lehmke, Katrin Schlitt und Ines Guschlbauer füllen die Plätze neben dem langjährigen Mitglied Marlene Heuer-Patschull. „Ich freue mich, dass wir wieder so einen tollen und lebendigen Vorstand finden konnten, und bin gespannt auf die vielen neuen Ideen“, sagt sie.

Ihre Kinder waren damals vor etwa 20 Jahren selbst im Waldorfkindergarten, als sich die Psychotherapeutin dazu entschied, ehrenamtlich mitzuhelfen. Zuerst für ein paar Jahre, doch seit 2005 ist sie als festes Mitglied im Vorstand mit dabei und hat schon einiges erlebt.

Die neuen Kolleginnen sind auf jeden Fall schon gespannt auf ihre Aufgaben. Für alle ist es das erste Mal in so einem Gremium. „Ich bin seit anderthalb Jahren ehrenamtlich mit dabei, weil ich die Arbeit so bewundere, die hier vollbracht wird. Als ich hörte, dass jemand den Vorstand verlässt, wollte ich unbedingt mit anpacken“, so Lehmke.

Den Vorstand verlassen haben unterdessen Inge Richards und Tasja Wilken. „Bei uns gibt es keine Wahlen oder nur eine begrenzte Zeit in der man aktiv sein kann“, so Heuer-Patschull. „Man kann solange bleiben bis man abberufen wird oder selber gehen möchte. Deshalb freuen wir uns auch über jede helfende Hand.“ Die drei neuen Mitglieder sind jedenfalls bestens mit der Arbeit vertraut, da sie bereits selber ihre Kinder in die Obhut des Kindergartens gegeben haben.

Deswegen möchten sie auch weiterhin die Tagesstätte und insbesondere die damit verbundenen Veranstaltungen am Leben erhalten. „Am 29. Mai starten wir zum ersten Mal nach zwei Jahren endlich wieder das Kulturfest hier bei uns in der Friedrichstraße“, gibt die Psychotherapeutin bekannt. Das Fest zeichnet sich durch einen großen Flohmarkt aus, mit Kuchenverkauf, Aktionen für Kinder, einer Tombola und natürlich einem Tag der offenen Tür des Waldorfkindergartens.

Der Garten dient dabei als Zentrale, in dem sich Schaulustige und Bummler umschauen, ausruhen und mit anderen austauschen können. „Wir wollen das Fest wieder auf die Beine stellen, einfach weil es wieder möglich ist. Durch Corona mussten wir uns zwei Jahre stark einschränken, weshalb wir nun sofort wieder aktiv werden wollen, sobald es eben möglich ist“, erklärt Lehmke. Im letzten Jahr gab es zwar eine Tombola, doch dies sei laut Heuer-Patschull natürlich kein Ersatz gewesen.

Stände für den Flohmarkt können übrigens ab sofort angemeldet werden. Die Standlänge beträgt im Durchschnitt vier Meter, die Kosten fünf Euro sowie einen Beitrag fürs Kuchenbuffet. Anmeldungen können bei Heike Wahl eingereicht werden unter 04263 / 302530. Auch große und kleine Preise für die Tombola können bis zum 23. Mai beim Kindergarten gespendet werden.

Eine weitere Veranstaltung findet am 23. Mai statt. Um 20 Uhr hält Psychotherapeutin Heuer-Patschull einen Vortrag über das Thema frühkindliche Bildung. Hierbei geht es insbesondere darum, wie sich die frühe Betreuung auf die kindliche Bindung auswirkt und Eltern trotzdem eine gute Beziehung aufbauen können. Der Vortrag findet voraussichtlich in den Räumen des Kindergartens statt, bei großem Interesse wird auf den Scheeßeler Hof ausgewichen. „Die Veranstaltung wird ausdrücklich Eltern ans Herz gelegt, aber natürlich sind alle willkommen, die sich für das Thema interessieren.“

Der Eintritt erfolgt gegen eine kleine Spende, um Voranmeldung per E-Mail wird zudem gebeten.

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