Weitere Varianten könnten folgen

Partnerschaftsschilder schmücken bald Scheeßeler Ortseingänge

Auf diesem Grünstreifen zwischen Penny-Ampel und dem Baum wird eines der beiden Partnerschaftsschilder seinen Platz finden.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Die Schilder an den Hauptortseingängen, die die Städtepartnerschaften der Gemeinde Scheeßel zu Tukums (Lettland) und zum mecklenburgischen Teterow kennzeichnen, sie kommen – mitsamt Wappen, Landesflaggen und einem Willkommensgruß.

So viel steht fest, nachdem der Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus, Kultur- und Heimatpflege das Vorhaben Anfang dieser Woche abgenickt hat. Einstimmig – denn irgendwie erachtete doch jeder unter den Damen und Herren Kommunalpolitikern die Idee, die Schilder (Kostenpunkt: 900 Euro) an der verkehrsreichen Bundesstraße zu montieren (von Rotenburg kommend gegenüber dem Penny-Discounter, aus Richtung Tostedt auf Höhe des Feuerwehrhauses, als recht sympathisch. 

Doch schwirrten durch die Sitzung am Montagabend derart viele weitere Ideen, wie man die Freundschaft im Kernort für jedermann kenntlich machen könnte, dass auf kurz oder lang wohl auch am Rathaus ein Hinweisschild seinen festen Platz finden wird. „Wir können gerne noch später über andere Varianten nachdenken, sollten aber das mit den Ortseingängen jetzt beschließen“, schlug Ratsherr Dirk Lange (CDU) vor. Gesagt, getan.

Drei Varianten ausgearbeitet

Via Antrag angestoßen hatte das Projekt die im Gemeinderat vertretende SPD/UGS-Gruppe. Die Verwaltung nahm sich der Sache an und arbeitete gleich drei Varianten aus – neben der, die nunmehr zur Umsetzung gelangt, auch eine, die einen Mast mit Wegweiser zum Gegenstand hat, der die entsprechende Entfernung zu den Partnerstädten gleich mit ausweist. 

„Optisch wäre das jetzt aber nicht so das Highlight“, gab Verwaltungsmitarbeiter Stefan Behrens zu verstehen. Denn: Teterow und Tukums würden von Scheeßel aus betrachtet annähernd in der gleichen Himmelsrichtung liegen – die beiden Schilder seien so entsprechend einseitig ausgerichtet.

SPD-Mann Wolfgang Kirschstein liebäugelte dennoch mit der Variante, die seinen Worten nach doch eh Symbolcharakter besitzen würde. „Wo steht denn geschrieben, dass die Schilder in die richtige Richtung zeigen müssen?“, stellte er die Frage in den Raum. „Die meisten Leute könnten doch nicht vor Ort die korrekte Himmelsrichtung bestimmen.“ 

Mit dieser Schummelei konnte sich nun wirklich niemand seiner Ausschusskollegen anfreunden. Auch nicht Beisitzer Uwe Wahlers vom Heimatverein. Sein von den Politikern wohlwollend aufgenommener Vorschlag: Wegweiser mit Entfernungsangaben, ja, dann aber doch bitteschön in Ergänzung mit gleich allen Ortschaften der Einheitsgemeinde.

Auch eine dritte von der Verwaltung vorgeschlagene Variante, wonach eine Beschilderung auch unmittelbar am Rathaus – im Zuge der noch ausstehenden Fassadensanierung – angebracht werden könnte, scheint noch nicht ganz vom Tisch zu sein.

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