Ausstellung zum Weltflüchtlingstag

Von Flucht und Vertreibung in der Eichenschule

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Nicht nur die Schüler, sondern auch die Organisatoren (v.r. Hermann Luttmann, Christian Birnbaum, John Cramer und Henning Pieper) entdeckten auf den Schauwänden zum Thema „Flucht und Vertreibung“ allerlei Wissenswertes.

Scheeßel - Eine besondere Ehre wurde unlängst der Eichenschule zuteil: Zum „Internationalen Flüchtlingstag“ wurde die Wanderausstellung „Geflohen, vertrieben – angekommen?“ des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Scheeßel offiziell eröffnet.

Wenn sich durch den Oberstufenraum eine lange Wand von Schautafeln zieht, die das Thema „Flucht und Vertreibung“ beleuchtet, ist das Geschichts- und Politiklehrer John Cramer zu verdanken. Früher selbst Bildungsreferent für den Volksbund, durfte er zur Eröffnung seinen Nachfolger Henning Pieper begrüßen. Der erläuterte den Zehntklässlern, die sich die Ausstellung als Erste mit Hilfe eines Fragebogens als „Fahrplan“ erschließen durften, die Zielsetzung: „Hier werden die aktuellen Ereignisse in einen historischen Kontext gestellt.“

Landrat Hermann Luttmann, an diesem Tag in seiner Funktion als Kreisvorsitzender des Volksbundes unterwegs, ergänzte: „Ihr werdet hier mit einem der größten Probleme des 20. Jahrhunderts konfrontiert.“ Die Vertreibung ganzer Volksgruppen sei inzwischen zum politischen Instrument geworden.

Die vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück entwickelte Wanderausstellung, die seit März unterwegs ist und durchschnittlich zwei Wochen an weiterführenden Schulen Station macht, war Teil eines gesamten Aktionstages zum Thema Flucht und Vertreibung.

Im Obergeschoss präsentierten Schüler die Ergebnisse zu unterschiedlichen Aspekten, die sie in einer Projektwoche erarbeitet hatten, darunter „Hugenotten in Russland“, und „Irland“. In einem Raum hatten Schüler die Flucht aus der DDR durch ein Loch in der Mauer nachgestellt; die 10 c hatte sich „Auszug aus Ägypten“ gewählt; „Wir wollten mal einen ganz anderen Aspekt beleuchten“, so Schülerin Thorina Bahrenburg. Das Problem sei natürlich die Recherche gewesen, um ein differenziertes Bild zu erarbeiten: „Was in der Bibel ist tatsächlich wahr?“

Abgerundet wurde der Tag von einem Vortrag von Jörg Worms von der Landesvertretung Flüchtlingspolitik mit anschließenden Workshops, einem Stand der Kania-Hilfe, die eine Kooperationsschule in Guinea unterstützt, sowie dem Online-Simulationsspiel „Last Exit: Flucht“.

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