Mehr als 50 Freiwillige treffen sich bei „Scheeßel räumt auf“ zum Müllspaziergang

Fleißige Putzteufel

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Trainer Jörg Mußmann hatte beim Verteilen der Müllbeutel alle Hände voll zu tun.

Scheeßel - Müllbeutel, Greifer oder Pieke und ein paar Handschuhe – mehr brauchte es für die mehr als 50 Freiwilligen nicht, die sich zum traditionellen „Scheeßel räumt auf“ trafen. Beim Spaziergang in Kleingruppen galt es einmal mehr, die Randstreifen der Ausfallstraßen einem Frühjahrsputz zu unterziehen.

Die Gruppe der Flüchtlinge stellte rund ein Fünftel aller freiwilligen Teilnehmer.

Vorbereitete Teilnehmer hatten eigene Gartenhandschuhe mitgebracht – die von den Organisatoren gestellten Einmalhandschuhe erwiesen sich für manche Männerhand arg schmal. Das stellten auch Achmed und Hassan aus Syrien fest. Gemeinsam mit einem knappen Dutzend anderer Flüchtlinge unterstützten sie die rund zweistündige Aktion von Gemeinde und Jugendfeuerwehr zur Säuberung der Ausfallstraßen in und um Scheeßel – von der Helvesieker Brücke über die Fischteiche und Ostlandsiedlung bis zum Eichenring. „Dieses Mal hat sich auch eine Gruppe der Firma Mam angemeldet“, konstatierte Gemeindevertreterin Rebecca Merklinger erfreut, „ebenso wie Vertreter der Flüchtlingshilfe, des Schützenvereins sowie eine Fußballmannschaft.“

Die D-Jugend vom Rot-Weiß Scheeßel mit Trainer Jörg Mußmann war, inklusive einiger Eltern, ebenfalls mit einem knappen Dutzend ehrenamtlichen Müllsammlern dabei. Auf die Frage nach dem Warum meinte ein Vater schmunzelnd: „Das ist im Prinzip wie vergangenes Jahr der Spendenlauf, nur ohne Spargel und Lauf!“ Als Betätigungsfeld durften sich die Jungkicker der Kreisklasse den Sportplatz vornehmen. Jüngste Teilnehmerin war die vierjährige Ashley Villwock, die sich an der Hand von Oma Gabriela auf den Weg machte. „Ich habe seit 2006 erst einmal gefehlt, für Ashley ist es das erste Mal“, so das Ratsmitglied der Grünen. Ebenfalls zahlenmäßig stark vertreten waren die Veranstalter der Jugendfeuerwehr.

"Scheeßel räumt auf"

Die fleißigen Helfer, die auch dieses Mal wieder einige Müllbeutel mit Hinterlassenschaften vor allem von Rauchern und Fastfood-Kunden füllten, ließen die Aufräumaktion auch in diesem Jahr mit einer Belohnungswurst vom Grill ausklingen. Ein Novum: „Dieses Mal haben wir auch Geflügelwürstchen bestellt“, so Merklinger, „schließlich soll niemand daneben stehen müssen!“ 

hey

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