50 Meter langes Stellnetz im Mühlenteich

Anglerfreunde Scheeßeler Mühle entdecken Fischwilderei

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Roland Schneeberg mit dem feinen Stellnetz, das im Scheeßeler Mühlenteich von unbekannten Tätern eingesetzt wurde.

Scheeßel - Von Joris Ujen. Roland Schneeberg, zweiter Vorsitzender des Vereins „Anglerfreunde Scheeßeler Mühle“ ist noch immer fassungslos: „So etwas Dreistes habe ich in meinem langen Anglerleben noch nicht erlebt.“ Er kommt gerade zurück von der Polizeistation Scheeßel, wo er im Namen des Vereins Anzeige gegen unbekannt erstattet hat.

„Am vergangenen Samstag verfing sich gegen 17 Uhr der Angelhaken eines Sportkameraden im Vereinsgewässer ‚Scheeßeler Mühlenteich‘ an einem Stellnetz, das an der Wasseroberfläche nicht zu erkennen war.“

Scheeßeler Polizei überprüft drei Männer

Mit vereinten Kräften zogen die Sportangler schließlich ein 50 Meter langes Stellnetz aus dem Wasser, in dem sich Schleie, Brassen, Rotfedern und andere Fischarten verfangen hatten, teilt Schneeberg entsetzt mit. Sein Vorstandskollege Jens Danker berichtet: „Ich bin am Samstagabend mit meinem Auto um 22.25 Uhr auf der Westerholzer Straße am Mühlenteich entlang gefahren und habe dort drei Personen am Gewässer in der Nähe des zuvor von uns geborgenen Stellnetzes entdeckt.“

Er habe daraufhin die für ihn verdächtigen Männer zur Rede gestellt: „Sie sprachen schlechtes Deutsch und noch schlechteres Englisch und über irgendetwas von ‚schönes Wasser angucken‘.“ Es war Danker gelungen, die drei im Auge zu behalten, sodass die von ihm herbeigerufene Scheeßeler Polizei eine Identitätsuntersuchung vornehmen konnte.

Verein will jetzt häufiger kontrollieren

Den Ermittlungen zufolge handelt es sich um ausländische Staatsbürger, „die teilweise hier in der Gegend wohnen“, informiert Oberkommissar Michael Renken. „Es konnte aber kein Zusammenhang mit der Fischwilderei festgestellt werden“, ergänzt der Beamte. Zudem seien die drei Personen strafrechtlich und polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten. Roland Schneeberg und seine Anglerfreunde wollen in Zukunft noch mehr auf Fischwilderer achten: „Wir werden unsere Vereinsgewässer jetzt noch häufiger und zu unregelmäßigen Zeiten kontrollieren“, sagt er. „Ich erhoffe mir auch, dass Angelsportkameraden anderer Vereine auf diesen Fall aufmerksam werden und entsprechend reagieren.“

In Niedersachsen wird Fischwilderei mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit einer hohen Geldstrafe geahndet. „Allerdings verlaufen die Ermittlungen bei diesen Vergehen häufig im Sande“, so Oberkommissar Renken weiter. Um dem entgegenzuwirken, bittet die Polizei Scheeßel um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 04263 / 985950.

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