Fintauschule rüstet Schülerfirma mit digitalem Warenwirtschaftsprogramm aus

Die Ladenkasse ist passé

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Jonas Bösch und Vivien Selinger von der Schülerfirma der Fintauschule sowie Schulleiter Helgo Mayrberger (r.) zeigen Rainer Bassen von der Sparkasse das neue System.

Lauenbrück - Von Ursula Ujen. Seit Jahren ist die Schülerfirma der Fintauschule in Lauenbrück ein Erfolgsmodell. Lehrer und Schüler sind gleichermaßen von dem Konzept überzeugt und setzen sich mit großem Engagement dafür ein. Das überzeugte auch die Geldgeber, als es darum ging, ein innovatives digitales Kassensystem sowie Warenwirtschaftsprogramm für die „Jungunternehmer“ anzuschaffen.

Wie attraktiv der Wahlpflichtkurs „Schülerfirma“ an der Oberschule ist, zeigt das hohe Interesse: 75 Schüler und somit zwei Drittel der Neunt- und Zehntklässler nehmen an dem Projekt zurzeit teilnehmen. Schulleiter Helgo Mayrberger: „Die Schülerfirma stellt eine perfekte Ergänzung zum Wirtschaftsunterricht als Lernfeld dar. Hier sehen die Schüler direkt, wie Wirtschaft funktioniert; sie lernen, mit Geld und Kollegen umzugehen und machen ihre positiven, aber auch negativen Erfahrungen – eben wie im echten Berufsleben.“ Und Vivien Selinger sowie Jonas Bösch vom vierköpfigen Geschäftsführerteam ergänzen: „Eigentlich sind auf dem Stundenplan jeweils zwei Stunden Theorie und Praxis pro Woche vorgesehen, aber weil es so viel Spaß macht, werden viele freiwillige Überstunden zum Beispiel beim Landkino oder Flohmarkt gemacht; und das schlägt sich auch in den guten Noten mit vielen Einsen nieder.“

Die Idee für die Anschaffung eines digitalen Systems entstand während der praktischen Arbeit in der Schülerfirma. Von den Schülern der Abteilung Buchhaltung und Öffentlichkeitsarbeit wurde an Mayrberger – als Lehrer für Wirtschaft – das Problem herangetragen, dass man aktuell keine effektive Marktforschung betreiben könne. Zurzeit könne man lediglich das, was übrig bliebe, erfassen – sinnvoll wäre ein intelligentes System, um auf alle wichtigen Daten wie zum Beispiel die Info, welche Brötchen sich wann besonders gut verkaufen, zugreifen zu können. Der betreuende Lehrer Sascha Murso machte sich im Fachhandel schlau und holte entsprechende Angebote ein. Schließlich wurden zwei für die Gastronomie entwickelte Programme getestet und eines zum Preis von 2000 Euro favorisiert. „Aufgrund unserer guten Erfahrungen haben wir uns wegen einer Förderung an die Sparkasse Scheeßel gewandt – und wurden nicht enttäuscht“, so Mayrberger. Die übrige Finanzierung würde die Samtgemeinde Fintel als Schulträger sowie die Schülerfirma selbst übernehmen.

Rainer Bassen, Pressesprecher der Sparkasse, machte sich vor Ort ein Bild von der neuen Anschaffung und erklärte: „Aus dem Reinertrag der Lotterie ,Sparen und Gewinnen’ fördern wir die Aus- und Fortbildung junger Menschen.“

Erworben wurde ein bewährtes POS-System (Point of Sale) mit einer Programm-Lizenz für zehn Jahre inklusive Kundenservice. Erfreut darüber, dass die Zeit der alten Ladenkasse Geschichte ist, demonstrierten Vivien Selinger und Jonas Bösch, wie einfach die Bestellungen in das System per i-Pad eingegeben werden und somit direkt am Verkaufspunkt Kassenwirtschaft mit Warenwirtschaft verknüpft wird. „Die Taste für den Wechselgeldbetrag haben wir aber gesperrt, den sollen die Schüler selbst ausrechnen, denn Kopfrechnen muss schließlich trainiert werden“, schmunzelte Mayrberger.

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