Frontmann im Interview

20 Jahre Feuerengel: Kartennachfrage übertrifft sämtliche Erwartungen

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Vor fünf Jahren zelebrierten Feuerengel ihr 15-jähriges Bandbestehen in der Heimat. Anfang September kehrt die Rammstein-Tribute-Gruppe anlässlich ihres 20. Geburtstags ins Scheeßeler Industriegebiet zurück.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Sie sind heiß begehrt: Die Tickets für das dritte Feuerfest-Open-Air am 2. September in Scheeßel. 20 Jahre Feuerengel – diese Geburtstagsshow der in der Region verwurzelten Rammstein-Tribute-Band wollen sich viele Fans offenbar nicht entgehen lassen.

Eigentlich war das Spektakel schon ausverkauft. Doch die Nachfrage war so enorm, dass der Veranstalter keine andere Möglichkeit sah, als das Zuschauerkontingent aufzustocken. Was das für die Veranstaltung bedeutet und wie weit die Vorbereitungen gediehen sind, darüber haben wir uns mit Feuerengel-Frontmann Boris Delic unterhalten.

Herr Delic, wie erklären Sie sich den enormen Ansturm auf die Karten?
Boris Delic: Tja, gute Frage. Ich denke, zum einen ist es natürlich für uns ein Heimspiel, und wir haben uns hier in der Gegend das letzte Mal vor fünf Jahren live präsentiert. Zum anderen ist es mit einer 20-Jahre-Geburtstagsshow ja auch etwas besonders. Vielleicht denken ja auch einige, dass wir bald aufhören und sie dies zum Anlass nehmen, uns noch mal live zu sehen (lacht).

Haben Sie mit einer derart großen Resonanz überhaupt gerechnet?
Delic: Überhaupt nicht, nein. Wir hatten gehofft, dass wir am Abend der Veranstaltung vielleicht 2 500 Zuschauer vor der Bühne haben. Dass es nun drei Monate vor dem Konzert ausverkauft ist, hätten wir nicht gedacht. Wir sind alle sehr erstaunt und freuen uns natürlich sehr über das Interesse an unserer kleinen Kapelle.

Wer hat die Entscheidung, ein weiteres Zuschauerkontingent anzubieten, überhaupt getroffen?
Delic: Unser Veranstalter Felix Tiedemann von „Circle Concept“ hat mich angerufen, als wir ausverkauft waren und gefragt, was wir nun tun sollen. Er hat dann den Vorschlag gemacht, die Veranstaltung zu erweitern und somit noch mehr Fans die Möglichkeit zu geben, die Show zu besuchen. Nachdem wir auf unseren Seiten mitbekommen haben, dass die Nachfrage immer noch groß ist, haben wir dem zugestimmt.

Mehr Besucher bedeutet ein größeres Veranstaltungsgelände. Wie soll das funktionieren?
Delic: Das Gelände fasst – so wie wir es geplant haben – 3 000 Leute, aber wenn man die reine Fläche nimmt noch viel mehr. Das Gelände an sich muss also nicht vergrößert werden, was auch nicht möglich wäre. Es ist einfach nur eine Sache der Planung, wie man was und wohin stellt. Wir haben die Wiese 2010 ja „salonfähig“ für Veranstaltungen gemacht und dadurch natürlich viele Erfahrungswerte. Der Backstage-Bereich war bei unseren letzten beiden Shows viel größer, weil wir dort dann unsere Aftershowpartys in größeren Zelten gefeiert haben. Dieses Jahr werden wir unsere Aftershowparty zum Beispiel gar nicht auf dem Gelände im Backstage machen. Somit ist nach hinten viel Platz frei, um die Bühne einfach weiter nach hinten in Richtung „Dönitz“ zu bauen.

Dafür musste sicher erst die eine oder anderen behördliche Hürde genommen werden, oder?
Delic: Da haben wir als Band zum Glück nichts mit zu tun (grinst). Darum hat sich Felix gekümmert, was durch das Hurricane-Festival natürlich auch etwas ausgebremst wurde. Sonst hätten wir die Erweiterung auch schon früher angekündigt. Aber die Gemeinde und alles was dazugehört, haben in der Zeit natürlich erst mal diese Baustellen abgearbeitet. Wir haben uns auf jeden Fall sehr gefreut, als dann das Einverständnis kam und wir es verkünden konnten.

Was können Sie heute schon über die Jubiläums-Show verraten?
Delic: Da möchten wir nicht wirklich viel verraten. Im Moment haben wir regelmäßige Treffen mit der Band, und ich berate mich wöchentlich mit unserer Crew, um Dinge zu prüfen und Pyrotechnik zu bestellen. Wir werden am 2. September auf jeden Fall mit einer größeren Crew als sonst arbeiten, damit wir alle Dinge, die wir in Planung haben, auch umsetzen können. Die Erwartungshaltung bei den Leuten ist natürlich nicht gerade klein. Aus der Vergangenheit wissen wir aber auch, dass man es leider nicht immer jedem recht machen kann. Wir versuchen aber, das Maximum an Show zu fahren und hoffen, damit alle glücklich zu machen.

Worauf freuen Sie sich persönlich mit Blick auf den 2. September am meisten?
Delic: Erst mal muss ich sagen, dass wir uns am meisten darüber freuen, dass es uns tatsächlich schon 20 Jahre gibt. Damit habe ich damals ja nicht gerechnet, als ich diese Band gegründet habe. Irgendwie ist einem das immer gar nicht so bewusst, und wenn wir dann über den 2. September sprechen und planen, dann kommt es einem immer alles sehr unwirklich vor. Ich persönlich betreibe diese Band fast schon die Hälfte meines Lebens, was echt verrückt ist. Wir freuen uns alle sehr, dass wir endlich mal wieder in der Heimat spielen können und unsere Familien, Freunde und Geschäftspartner vorbeischauen werden. Ich glaube, ich kann für alle aus der Band und auch der Crew sprechen, dass wir uns extrem darüber freuen, dass wir vor soviel Leuten in der Heimat spielen werden. Im Mai haben wir zum Beispiel in Holland auf einem Festival vor 10 000 Leuten gespielt, was ja öfter mal vorkommt. Aber so viele Leute in der Heimat zu haben, die dann aus diesem Anlass zu uns kommen, ist für uns etwas ganz Besonderes und ein wirklich unglaubliches Gefühl.

Das Feuerfest-Open-Air mit Taina und The Hansons im Vorprogramm findet am Sonnabend, 2. September, im Scheeßeler Industriegebiet an der Westerveseder Landstraße statt (Einlass ab 18 Uhr). Erhältlich sind die Tickets zum Stückpreis von 19,50 Euro (zuzüglich einer Systemgebühr) an folgenden Verkaufsstellen: In Scheeßel bei der Beeke-Tankstelle, Harburger Straße 39, und im Hol-Ab-Getränkemarkt, Bremer Straße 16, sowie in Rotenburg in der Geschäftsstelle der Mediengruppe Kreiszeitung, Große Straße 37.

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