Fertig, aber nicht nicht am Ende

Ausbau für Fuhrenkamp, Tostedter und Güstrower Weg ist beendet

Sind mit dem Endausbau rundherum zufrieden: Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (v.l.), Sven Kröger und Jörg Holthaus (beide Planungsbüro IDN) sowie Birgit Gramkow und Tim von Elling vom gemeindlichen Fachbereich Bau und Planung. Fotos: Warnecke
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Sind mit dem Endausbau rundherum zufrieden: Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (v.l.), Sven Kröger und Jörg Holthaus (beide Planungsbüro IDN) sowie Birgit Gramkow und Tim von Elling vom gemeindlichen Fachbereich Bau und Planung.

Scheeßel - Nun, nachdem es zwischenzeitlich auch ein bisschen Ärger gab, ist doch alles ganz chic geworden: Vertreter der Gemeinde Scheeßel und vom verantwortlichen Planungsbüro kamen Dienstagmorgen zusammen, um die Abnahme des Fuhrenkamp-Endausbaus einschließlich dem von der Verkehrsader abführenden Tostedter und dem Güstrower Weg über die Bühne zu bringen. Und auch die Presse war zu dem Termin eingeladen. „Uns ist es verwaltungsseitig wichtig, dass man nach außen hin sichtbar macht, dass auch mal etwas fertig wird“, erklärte Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele (CDU), die neben Tim von Elling und Birgit Gramkow, ihren Mitarbeitern aus dem Fachbereich Bau und Planung, ebenso Jörg Holthaus und Sven Kröger vom Oytener Planungsbüro IDN begrüßen konnte (Vertreter der ausführenden Straßenbaufirma von Fintel aus Neuenkirchen ließen sich urlaubsbedingt entschuldigen). Immerhin, so Dittmer-Scheele, sei vor Ort durchaus sehr lange gewerkelt worden – bei einem Gesamtkostenvolumen von 928 000 Euro, welches auch habe eingehalten werden können.

Welche immense Bedeutung der Fuhrenkamp als Zubringerstraße für die Baugebiete zwischen der Helvesieker Landstraße (L 130) und der Ostlandsiedlung hat, verdeutlichte Tim von Elling anhand beeindruckender Zahlen. Demnach hätten während der von August bis Mai eingerichteten Baustelle, die in drei Etappen unterteilt war, Eigentümer von zahlreichen Grundstücken abgeleitet werden müssen – 200 in indirekter und 20 in direkter Lage. „Ohne die Anwohner der Straße vor der Eulenkammer, die konnten die ganze Zeit ohne Sperrungen rein- und rausfahren“, verweist der Verwaltungsmann auf eine Ausnahme. Tatsächlich würden aber noch weit mehr Haushalte von dem Endausbau profitieren, da seinerzeit noch nicht alle Grundstücke bebaut beziehungsweise bezogen gewesen seien.

In diesem Zusammenhang kam die Bürgermeisterin auch auf ein Kapitel zu sprechen, das zeitweise in den sozialen Netzwerken recht hohe Wellen geschlagen hatte: die im vergangenen Sommer eingerichtete Umleitungsstrecke über Varel, mit deren Zustand sich einzelne Anwohner ganz und gar nicht einverstanden erklärt hatten. „Wir haben es vonseiten der Gemeinde unterschätzt, dass die Seitenräume rechtzeitig hätten hergerichtet werden müssen“, äußerte sich die Bürgermeisterin selbstkritisch. Nach gut einer Woche, nachdem die Baufirma den Wirtschaftsweg zügig durch Schotter herrichten ließ, hätten die Wogen sich aber wieder geglättet.

Für sie könne sich das Ergebnis nun durchaus sehen lassen. „Und ich hoffe, dass bei der Abnahme heute nicht allzu viele Mängel dabei sein werden.“ Da konnte Tim von Elling seine Chefin aber beruhigen: „Bis auf einige wenige Restarbeiten, darunter Baumpflanzungen, die wir erst im Herbst werden machen können, ist alles in Ordnung.“ Dies habe man bei einem Rundgang vor zwei Wochen schon feststellen können. Er und seine Kollegin Birgit Gramkow, die im September die Fachbereichsleitung übernehmen wird, lobten die gute Zusammenarbeit mit dem Planer und der Baufirma. Letztere hatte unter anderem auch dafür gesorgt, dass sämtliche Kreuzungsbereiche mit einer sich farblich vom Asphalt abhebenden Pflasterung versehen worden sind. Schließlich, so von Elling, sei der Fuhrenkamp eine Tempo-30-Zone, die abgehenden Straßen seien allesamt jedoch als verkehrsberuhigter Bereich dargestellt. „So wird Verkehrsteilnehmern nun signalisiert, dass auf Höhe der Einmündungen eine Rechts-vor-links-Regelung gilt.“

In der Warteschleife: Bevor die Gemeinde nicht den Knotenpunkt angeht, darf im benachbarten Baugebiet „HelLa“ kein einziges Haus errichtet werden.

Mit dem Endausbau in der Erschließung des Gebietes, auf dem die Gemeinde mehrere Wohnbaugebiete ausgewiesen hat (Dittmer-Scheele spricht in diesem Kontext von einem „Meilenstein“), ist die Arbeit für die Kommune an Ort und Stelle aber noch nicht getan. Demnach stünde laut der Verwaltungschefin als Nächstes nun der Ausbau des Knotenpunktes L 130/Fuhrenkamp/Vareler Weg auf der To-do-Liste. „Wir bekommen sehr deutlich und berechtigterweise vom Landesamt für Straßenbau- und Verkehr ins Buch geschrieben, dass wir diese Kreuzung fertigzumachen haben.“ Solange dies nicht passieren würde, habe die Gemeinde auch keine Möglichkeit, die bereits fertig erschlossenen Grundstücke im direkt an der Landstraße gelegenen Baugebiet „HelLa“ zu verkaufen beziehungsweise in die Bebauung geben. „Hier müssen wir etwas tun, zumal wir im hinteren Bereich auch noch eine kleinere Fläche haben, wo wir noch ein Wohngebiet ausweisen wollen.“ Alles sei eben eng miteinander verzahnt, was auch den Bau einer bereits fertig geplanten Lärmschutzwand entlang der Landstraße betreffen würde. „Wir freuen uns aber, dass der Kreuzungsbereich durch den gleichen Planer begleitet wird, wie der Fuhrenkamp – das macht die Sache schon wesentlich leichter.“

Mit der Kreuzung wird auch das letzte Fuhrenkamp-Stück gemacht.

Anfang kommenden Monates, am 3. Juni, werde sich der Scheeßeler Bauausschuss in einer öffentlichen Sitzung dem Thema annehmen. Denn: Da die ausgewiesene Verkehrsfläche zur Knotenpunktentschärfung nicht groß genug sei, müsse nach Auskunft Dittmer-Scheeles noch eine Änderung des Bebauungsplanes vorgenommen werden. „Es ist eine etwas verzwickte Situation, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die lösen werden.“

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