Rund 50 Besucher genießen ersten Scheeßeler Tag der offenen Gesellschaft

Mit Falafel und Butterkuchen

Mehr als 50 Teilnehmer machten den ersten Tag der offenen Gesellschaft im Beekeort mit ihren kulinarischen Beiträgen auch zu einem Fest für die Sinne. Foto: Heyne

Scheeßel – Ein malerisches Gelände, auf dem Kinder in der Sonne spielen, zwischen den historischen Gebäuden des Heimathausgeländes voll besetzte Bänke und Biertische, die sich fast unter der Last von Speisen aus aller Welt biegen: Schöner hätten sich die Veranstalter der ersten Teilnahme des Beeke-Orts am „Tag der offenen Gesellschaft“ nicht vorstellen können. Oder eher: kaum, mussten besagte Tische doch wegen des unbeständigen Wetters anfänglich in die Scheune getragen werden. „Raus, rein, wieder raus“ – das tat der Stimmung keinen Abbruch. „Klar hätten wir gern noch mehr Teilnehmer begrüßt“, räsonierte Mitveranstalter Detlev Kaldinski von der Kulturinitiative Kis, die gemeinsam mit dem Heimatverein, den Beekscheepers und der Flüchtlingshilfe die Idee von Reinhard Lüdemann aufgegriffen hatte, „aber 50 sind bei diesem Wetter schon ganz ordentlich!“

Das Konzept, beim gemeinsamen Picknick zu feiern, neue Leute kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen, ging jedenfalls auf: „Ich bin tatsächlich mit einigen netten Menschen ins Gespräch gekommen, die ich vorher noch nicht kannte“, so Teilnehmerin Heike Buchhaupt. Sie hatte von der Veranstaltung in der Zeitung gelesen „und konnte mir nicht viel darunter vorstellen“. Ähnlich ging es Stefan Behrens, an diesem Tag einmal rein privat unterwegs: „Ich war einfach neugierig, wie das so abläuft“, so der Gemeindevertreter. Ihn begeisterte die ungezwungene Atmosphäre, „und das sogar mit Live-Musikprogramm – Michael Zehl kannte ich vorher gar nicht!“

Der Scheeßeler Liedermacher war von Thomas Voß, seinem Theater-Kollegen bei „Leporello“, gefragt worden, ob man nicht gemeinsam musizieren wolle – und er wollte, mal abwechselnd an Gitarre und Stimmbändern, mal mit Querflöte als Begleitung.

Wie viele andere war Heike Buchhaupt auch von der schieren Flut und Vielfalt der mitgebrachten Speisen angetan – vom norddeutschen Kirsch- und Butterkuchen bis zu Falafel mit Minzjoghurt. „Besonders die von einigen Flüchtlingen mitgebrachten Sesamkekse sind der Hit – die hatte ich vorher schon mal gegessen.“ Rund 15 Zugezogene hatten es sich nicht nehmen lassen, landestypische Gerichte zuzubereiten und damit die Runde zu machen. Zu den jüngsten Besuchern gehörten der elfjährige Lucas Rethmer-Demagny und sein sieben Jahre alter Bruder Elias – sie hatten beim Spielen auf dem Gelände gleich neue Freunde gefunden.

Das Fazit von Besuchern und Organisatoren nach knapp drei entspannten Stunden: „Ein voller Erfolg!“ Ob es im nächsten Jahr eine Wiederholung gibt? „Im Moment sieht es ganz danach aus“, so Kis-Vertreter Bernd Braumüller.  hey

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