Fahrspaß auf zwei Rädern

Westerholzer Mofa Devils sind auf ihren Feuerstühlen flott unterwegs

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Eine vergleichsweise kurze Tour absolvierten die Westerholzer, als die Ehrengäste der Einladung des Kinos in Scheeßel in den Amtsvogteipark folgten.

Sie sind in keinem Vereinsregister zu finden, beim Googlen stößt man allenfalls auf den Verweis auf eine Facebook-Seite. Digital gesehen segeln die „Westerholzer Mofa Devils“ quasi unter dem Radar.

Westerholz – Live und in echt sind ihre Mofas allerdings gut zu hören – und wenn die Mitglieder auf gemeinsamer Fahrt unterwegs sind, fühlt sich so mancher, der die altertümlichen „Herkules“-Maschinen auf der Straße sieht, in die eigene Jugend zurückversetzt.

Von 1965 bis 2004 reicht das Baujahr der kultigen Gefährte, die mit gerade mal fünf PS entschleunigten Fahrspaß für derzeit 18 Mitglieder garantieren. Eigentlich treffen sie sich nur einmal im Monat beim Stammtisch, um über ihre gemeinsame Leidenschaft zu fachsimpeln, Schraubertipps auszutauschen und das ein oder andere Bier zu lenzen.

„Teufel“ in der Scheeßeler Öffentlichkeit

Dass die „Teufel“ plötzlich aus dem dörflichen Schatten ins Rampenlicht der Scheeßeler Öffentlichkeit gerieten, hat einen einfachen Grund. Der heißt „25 km/h“ und meint in diesem Fall nicht die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, sondern den Titel des gleichnamigen Films von Regisseur Markus Goller. Und just den hatten sich die Organisatorinnen des „Mobilen Kinos“ für ihre jährliche Kooperationsveranstaltung mit dem Amtsvogteipark ausgesucht. 

Mofa Devils knattern nach Westerholz

Nachdem die vier Vintage-Maschinen samt Fahrern bereits als Hingucker zum Vorab-Pressetermin des etwas anderen Roadmovies geladen worden waren, lag für die Veranstalterinnen Karola Hoffmann und Anja Schouten nichts näher, als die „Asphaltrecken“ auch zum Film einzuladen – bei freiem Eintritt und einer Runde Kaltgetränken, versteht sich. Sören Meyer und seine drei Mitstreiter ließen es sich nicht nehmen, mit Flagge, „Kutte“ und natürlich den Maschinen aus Westerholz heranzuknattern. „Coole Aktion“, meint Sören Meyer. Klar, dass sie den Film, in dem „ihre“ Schätzchen die Hauptrolle spielen, nicht zum ersten Mal sahen.

Traum der Mofateufel: „Einmal zum Bodensee!“

Und fast wie im Film haben auch die Mitglieder des Clubs schon diverse gemeinsame Ausfahrten durch deutsche Lande auf ihren kultigen Gefährten absolviert, bis zur dreitägigen Tour nach Fehmarn, inklusive Fahrt durch den Elbtunnel. Kleine filmische Eindrücke finden sich im sozialen Netzwerk Facebook. Neben den Bildern sind es die lakonischen Einträge, die Spaß machen: „Hamburg erreicht – bis jetzt nur einmal Gaszug gerissen und ein Vergaser ein bisschen lose.“ Der große Traum der unerschrockenen Mofateufel: „Einmal zum Bodensee!“

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