Scheeßeler Handwerkertage, Frühjahrsfest und verkaufsoffener Sonntag geraten zum Publikumsmagneten

Fachfragen und Freiflüge

Mehr als 200 Kinder erprobten ihre Manövrierkünste auf einem Parcours und erwarben ihren „ Tretstaplerführerschein bis 4 km/h”.

Scheeßel - Auf den Beinen war am Wochenende der ganze Ort – so hatte es bei den Scheeßeler Handwerkertagen zumindest den Anschein, die zum zweiten Mal im überdachten Mammutzelt im Kernort über die Bühne gingen. Am Eingang die neuesten SUV-Modelle, drinnen eine historische Altholzbank von Tischler Jan Narten inmitten einer Gartenbepflanzung von Garten- und Landschaftsbau Weseloh: ein Anblick für Häuslebauer.

Die spricht die Fachmesse auch gezielt an. „Die meisten Gäste am Samstag sind mit gezielten Fragen gekommen“, meint Dörte Delventhal vom Ofenhaus. Den bullernden dänischen Ofen brauchte es angesichts der sommerlichen Temperaturen zwar nicht, aber: „Geplant wird das ganze Jahr!“

Auch Axel Ziehlke vom Autohaus Brunkhorst zeigte sich am Sonntag zufrieden: „Gestern hatten wir konkrete Anfragen, heute kommen viele aus allgemeinem Interesse und mit Zeit.“ Im Vergleich zu geschätzten 500 Besuchern im Vorjahr habe sich die Anzahl nahezu verdoppelt. Das mag auch am verkaufsoffenen Sonntag einiger Geschäfte liegen, die ihre Schaufenster passend zum Handwerk dekoriert hatten, sowie dem Tag der offenen Tür bei Baustoffe Röhrs. Das Familienfest dort will Firmen-Sprecher Florian Wahlers keinesfalls als Konkurrenz verstanden wissen, sondern vielmehr als Symbiose: „Dort die Leistung, hier das Material!“

In der Tat verbanden viele Familien die Anlaufpunkte im Rahmen einer Radtour. Für die Jüngsten wurde hier wie dort reichlich geboten. Beim Infostand der „Beekelöwen“ wurde die Geschicklichkeit an einigen Spielständen ebenso gefordert wie beim „Tretstaplerführerschein“, den Kinder auf einem Parcours bei Röhrs erwerben konnten, beim Minigolf, Hulahoop oder Wasserspielen der Jugendfeuerwehr Scheeßel, während die Kameraden aus Hetzwege im Kernort mit Catering ihre Kassen aufbesserten. Neben einem Gewinnspiel der unbestrittene Höhepunkt für viele Besucher: die Hubschrauberfreiflüge im Zehn-Minuten-Takt, die einer der größten Arbeitgeber und mit 40 Lehrlingen wichtiger Ausbilder der Region zur Vorstellung seiner neugestalteten Ausstellungsfläche ausgelobt hatte. Für Marten Frick, einen der Glücklichen, erfüllte sich ebenso wie für Marc Ostrowski der Wunsch nach einer Runde über das eigene Haus. Für die Organisatoren – nicht nur die Scheeßeler Handwerker, in deren Verbund nahezu alle Gewerke vertreten sind –, sondern auch alle anderen Beteiligten hat sich die Vernetzung an diesem Wochenende ausgezahlt.

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