Experimentieren erwünscht

Roadshow der Hannoveraner „IdeenExpo“ zu Gast in Scheeßel

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Die Jugendlichen schauten sich Proben durch das Mikroskop an.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Mitmachen und selbst Experimentieren hieß am Freitag die Devise an der Eichenschule. Die bundesweite Informations-Tour der „IdeenExpo“ machte mit einem knallorangenen Truck in Scheeßel Halt.

Er gab den Gymnasiasten, aber auch Beekeschülern, einen kleinen Einblick in die bevorstehende Veranstaltung auf dem Hannoveraner Messegelände. Die hat vor allem eines zum Ziel: Jugendliche mit Blick auf die spätere Berufswahl für Naturwissenschaften zu begeistern.

Köpfchen war schon vor der Expedition gefragt

ASCII-Codes knacken, Schaltkreise legen, Rechenaufgaben lösen: An vier Stationen aus den Bereichen Informatik, Elektrotechnik, Biologie und Mathe waren Aufgaben zu lösen, um den Standort und Zeitraum der „Ideen-Expo“ herauszufinden. Insgesamt 130 Eichenschüler der neunten Klassen sowie zwei Gruppen der benachbarten Beekeschule begaben sich auf den kleinen Experimentier-Exkurs – unter ihnen auch Torben und Christoph. Sie hatten vor allem an der ersten Station Spaß. Dort mussten sie mit ihren Mitschülern einen Zahlen-Code entschlüsseln, der ihnen verriet, wo ihre Expedition startet. „Da war schon Köpfchen gefragt, das fand ich gut“, sagt Torben.

Christin und ihren Freundinnen hatte es vor allem die technische Station angetan, an der sie Stromschaltkreise zu schließen hatten und die nach gelöster Aufgabe preisgab, in welcher Stadt die Veranstaltung stattfindet. „Alles ganz easy“, befand Jonas. Lediglich beim Mikroskopieren, bei dem die Schüler beispielsweise den Querschnitt eines Maiskorns unter die Lupe nahmen, sei er nur durch Ausschlussverfahren zur korrekten Lösung gelangt. Ob Jonas nach dem Abi mal Wissenschaftler werden will, weiß der 15-Jährige allerdings noch nicht.

Ermutigung der Jugendlichen früh über die Zukunft nachzudenken

„Bei vielen Teenagern ist schnell zu sehen, in welche Richtung es beruflich später sehr wahrscheinlich geht“, hat Christoph Caesar, einer der Tour-Mitarbeiter, festgestellt. Dass Jugendliche, vor allem aber Mädchen, sich von dem „mitunter trockenen Unterrichtsstoff“ in Bio, Physik, Mathe und Co. nicht abschrecken lassen sollten, dafür plädierte Elke Twesten. Die Scheeßeler Grünen-Landtagsabgeordnete hatte ihre Beziehungen in Hannover spielen lassen, die durch die gesamte Republik tourende Roadshow auch in den Beeke-Ort zu holen. „Übrigens als einzigen Halt an einer Schule“, verkündete Eichenschulrektor Christian Birnbaum stolz. „Wir sind ein Land der Köpfe“, wandte sich Twesten an die Jugendlichen. „Wir brauchen eure Talente, eure Bereitschaft, in die Naturwissenschaften einzutauchen – denkt ruhig heute schon mal nach, wie ihr euren beruflichen Weg in diesem Bereich gestalten könntet.“

Während nur vier Mitmach-Stationen Teil der Roadshow sind, gibt es bei der mittlerweile sechsten „IdeenExpo“ vom 10. bis 18. Juni in der Landeshauptstadt mehr als 650 Exponate zu erkunden. Mehr als 1000 Schulklassen werden erwartet, darunter auch welche von der Eichenschule.

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